Hallo allerseits,
seit nunmehr ziemlich genau 30 Jahren hat uns die Varroa voll im Griff. Viele von uns haben noch die Imkerei ohne Varroa kennengelernt, mich eingeschlossen, und ebenso mancher konnte den Entwicklungsverlauf und die "Aggressivität" der VArroa live mit erleben. Reichte zunächst ein Bierdeckel mit Ameisensäure aus, um die Varroa niedrig zu halten, so musste bald Folbex, Bayvarol und Perizin her. Eine Behandlung im Winter reichte; weitere Probleme mit Varroa gab es dann nicht mehr. Ab ca. 2009 wurde auch mir bewusst, dass eine V-Behandlung im Winter allein nicht mehr ausreicht; zusätzlich waren jetzt auch Sommerbehandlungen mit AS, Thymol, Milchsäure, etc. etc notwendig.
Was bewirken jedoch diese Behandlungen? In denen bis zu 99% aller Milben ausgemerzt werden? RICHTIG:
Jeder von uns führt ein ganz scharfes Selektionsprogramm Varroa durch.
Was heißt das? Nun: Von jährlich Tausenden Varroa-Milben überleben nur die aller härtesten. Jeweils eine Handvoll. Ein optimales Zuchtprogramm zur Erzüchtung einer resistenten Varroa. Die Varroa wird zunehmend resistenter gegen unsere Mittel. Perizin- und Bayvarol Resistenzen bestehen schon länger. Nun scheint die Varroa auch gegen Thymol und Ameisensäure und Oxalsäure resistent zu werden. Darauf deuten zumindest große Varroaverluste trotz optimaler Behandlung hin. Und dies auch auf Ständen, wo sich der Imker zunehmend zurückzieht: keine Rähmchen, Naturbau, keine Honigernte, kein Raps, kein Mais und kaum Chemie. Und trotzdem Totalverluste!!!
Ist das Ende der Fahnenstange erreicht? Was machen wir, wenn keines der zugelassenen Mittel und Verfahren mehr ausreicht? Was kommt dann?
Fragt sich aktuell besorgt
Kai
Foto: Varroa
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