Hallo allerseits,
inspiriert durch Gedanken in einem anderen Thema bin ich wieder mal auf meine Frage gestoßen: "Wieviel Nutzen bringt ein Imkerforum?"
Nach 12-jähriger Tätigkeit als Forenbetreiber eigentlich mal eine gute Gelegenheit, mit Euch zusammen darüber nachzudenken.
Foren sind mit der zunehmenden Nutzung des Internets vor 20 Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Offensichtlich lag eine große Nachfrage vor. Dies ist heute anders. Im Zuge der massenhaften Nutzung von Social Media (Facebook, Instagram, Youtube, Twitter) treffen sich "Neulinge" hauptsächlich dort. Foren werden allein schon wegen der nötigen Registrierung nur noch selten genutzt. Eine Zersplitterung der virtuellen Imkerwelt lässt sich auf der einen Seite beobachten.
Auf der anderen Seite findet auch eine inhaltliche Zersplitterung innerhalb der Foren selbst statt, wie ich finde. Mit zum Teil eindeutig fachlich falschen Hilfestellungen. Nur ein Beispiel: Ein Ratsuchender fragt nach der Ausstattung der Beute für den Schwarm. Ein Ratgeber antwortet: bei Zander die ganze Zarge mit Mittelwänden ausfüllen, bei Dadant wegen des großen Rähmchenmaßes aber nicht. Keiner widerspricht. ![]()
Die Liste ließe sich endlos weiterführen.
Klar: durch Foren allgemein kann man Menschen kennenlernen. Gleichgesinnte treffen. Vielleicht sogar Freunde für ein Leben. Auch sind viele viele Infos und Hilfestellungen nützlich und hilfreich, das steht außer Frage.
Mich beschleicht jedoch seit einiger Zeit schon, dass Foren irgendwie aus einer anderen Zeit sind. Überholt sind.
Wie seht Ihr das? Welchen Nutzen haben Fachforen heute noch? Welche positiven Aspekte gilt es wertzuschätzen, die ich vielleicht übersehen habe? Welche Alternativen sind denkbar?
Vielleicht hat der eine oder andere ja einen Gedanken, den er / sie schon immer mal loswerden wollte.
LG
Kai