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Geschleuderten Honig an die Bienen verfüttern - aber wie?

  • Kai
  • 24. Juli 2019 um 19:41
  • Kai
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    • 24. Juli 2019 um 19:41
    • #1

    Hallo liebe Fachleute,

    ich möchte bzw. muss* meinen gesamten geschleuderten Honig wieder an die Bienen verfüttern. Wie stelle ich dies am besten an? Dieser Honig befindet sich in den üblichen Honigeimern und beginnt zu kandieren; manch Eimer ist noch flüssig. Als Alternativen bieten sich an:

    • flüssigen Honig so ins Volk stellen, wie er ist
    • Honig mit Wasser verdünnen
    • kandierten Honig zum Schlecken anbieten

    Bei Alternative 3 habe ich Bedenken, dass grobe Kristalle zurückbleiben. Ist dem so?

    Vielen Dank für Eure Erfahrungsberichte.

    LG

    Kai

    * = Ich habe einfach keine Zeit, ich schaffe es nicht mehr. Die abgeschwärmte Königin hat es mir mitgeteilt, dass es mittlerweile alles zuviel ist: 9 Stunden Beruf, daneben Staubsaugen, Küche, Bad reinigen, Rasen mähen, Hecke schneiden, Bäume stutzen, Pflanzen gießen, Bienen füttern, Varroa behandeln, Königinnen umweiseln, Honig ernten, abfüllen, rühren, sieben, vermarkten. Es ist alles zuviel. Ich muss radikalen Schnitt machen und mich nur noch um das kümmern, was mir wirklich Freude bereitet.

  • Kai
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    • 24. Juli 2019 um 19:48
    • #2

    Nachtrag: am liebsten wäre mir derzeit, den Honig 1:1 mit handwarmem Wasser zu verdünnen und die Lösung dann, so wie bei mir üblich, in die Futterwannen mit Strohschwimmer zu geben.

    Was meint Ihr?

    LG

    Kai

  • el schnorro
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    • 25. Juli 2019 um 00:07
    • #3

    Hallo Kai,

    als erstes mal Entschuldigung, das der Beitrag eigentlich völlig off Topic zu deiner eigentlichen Frage ist und als mehr auf deinen Nachsatz eingeht.

    Zitat von admin

    Ich habe einfach keine Zeit, ich schaffe es nicht mehr. Die abgeschwärmte Königin hat es mir mitgeteilt, dass es mittlerweile alles zuviel ist: 9 Stunden Beruf, daneben Staubsaugen, Küche, Bad reinigen, Rasen mähen, Hecke schneiden, Bäume stutzen, Pflanzen gießen, Bienen füttern, Varroa behandeln, Königinnen umweiseln, Honig ernten, abfüllen, rühren, sieben, vermarkten. Es ist alles zuviel. Ich muss radikalen Schnitt machen und mich nur noch um das kümmern, was mir wirklich Freude bereitet.

    Leider kenne auch ich dies aus meinem Engagement in ehrenamtlichen Tätigkeiten, das ab und an mal alles zu viel wird und man einfach nicht mehr alles schafft und man gewisse Teile/Hobbies einschränken muss. Nichts ist frustrierender als wenn alle Dinge, die einem eigentlich Spaß machen auf einmal nicht mehr so von der Hand gehen, wie man es sich selbst zum Ziel gesetzt hat. Alleine dies zu Erkennen und sich selbst einzugestehen ist ein großer Schritt, den viele nicht schaffen.

    Deine Videos auf Youtube, deine Webseiten und dieses Forum waren unter anderem Ausschlag gebend dafür, das ich Anfang des Jahres endlich den lange überlegten Schritt getan habe und mit den ersten Völkern angefangen habe zu Imkern. Von daher kann ich nur DANKE für das von dir bisher geschaffte sagen.

    Zitat von admin

    ich möchte bzw. muss* meinen gesamten geschleuderten Honig wieder an die Bienen verfüttern.

    Gibt es denn bei Euch niemanden, der Interesse an überschüssigem Honig von Imker Kollegen hat?

    Ich zum Beispiel habe dieses Jahr 'nur' 8 kg geerntet und hätte gerne bei den Imker Kollegen aus dem Verein noch was zugekauft um die Nachfrage zu befriedigen. Leider war der Erträge jedoch bei allen so gering dieses Jahr, das Sie nichts abzugeben haben. Von daher hätte ich mich über ein derartiges Angebot gefreut. Wäre es nicht die andere Seite von Schleswig Holstein, auf der ich gerade Urlaub mache, würde ich sofort den einen oder anderen Eimer käuflich erwerben.

    Gruß,
    Christian

  • Kai
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    • 25. Juli 2019 um 00:22
    • #4

    HAllo Christian,

    vielen lieben Dank für Deine Worte. Ja, irgendwo kommt der Punkt, wo es nicht mehr nach oben geht, sondern nach unten. Und es ist wichtig, dies zu erkennen. Nichts ist mir wichtiger als die Gesundheit meiner Völker, und um diese insgesamt weiterhin gewährleisten zu können, muss ich scharf reduzieren!

    Weiterhin will ich auch tolle bewegte Bilder von Bienen zeigen können, das ist mir auch wichtig.

    Was mir nicht wichtig ist: Honig ernten, Vermehren und Königinnen züchten, und schon gar nicht verkaufen! ;)

    Zitat von el schnorro

    ...

    Gibt es denn bei Euch niemanden, der Interesse an überschüssigem Honig von Imker Kollegen hat?

    Ich zum Beispiel habe dieses Jahr 'nur' 8 kg geerntet und hätte gerne bei den Imker Kollegen aus dem Verein noch was zugekauft um die Nachfrage zu befriedigen. Leider war der Erträge jedoch bei allen so gering dieses Jahr, das Sie nichts abzugeben haben. Von daher hätte ich mich über ein derartiges Angebot gefreut. Wäre es nicht die andere Seite von Schleswig Holstein, auf der ich gerade Urlaub mache, würde ich sofort den einen oder anderen Eimer käuflich erwerben.

    Gruß,
    Christian

    Vielen Dank auch für diese Idee, doch auch dies ist mit Arbeit, Zeit und Reisen verbunden. Diese Zeit habe ich jetzt nicht.

    Den ersten Eimer habe ich bereits verfüttert; ich habe ihn mit warmem Wasser 1:1 angemischt, das ergibt mir eine sehr flüssige Lösung. Ich werde es beim nächsten Eimer mit 2:1 versuchen, damit die Lösung etwas dickflüssiger wird.

    Nochmals vielen Dank für die Ideen.

    LG

    Kai

  • Johannes
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    • 25. Juli 2019 um 06:52
    • #5
    Zitat von admin

    ...Den ersten Eimer habe ich bereits verfüttert; ich habe ihn mit warmem Wasser 1:1 angemischt, das ergibt mir eine sehr flüssige Lösung. Ich werde es beim nächsten Eimer mit 2:1 versuchen, damit die Lösung etwas dickflüssiger wird....

    Hallo Kai,

    genauso würde ich es auch machen. 1:1 ergibt praktisch Nektar. Denn dieser hat rund 70 % Wassergehalt. ... Knapp 20 % noch im Honig + 50 % vom dazu gegebenen Wasser.... So grob gerechnet.

    Ganz so dünn würde ich es auch nicht machen. Daher ist deine 2:1 Mischung sicher besser. Nur bei schon festem Honig kann es sein, dass du zum Lösen mehr Wasser brauchst.

    Gruß Johannes

    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
    http://www.bv-dunkle-biene.de/
    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.

    Infos zur mir und meinen Bestellmöglichkeiten gibt es auf meiner Webseite: https://www.dunkle-bienen.com/

  • Kai
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    • 25. Juli 2019 um 09:48
    • #6
    Zitat von Johannes

    Hallo Kai,

    genauso würde ich es auch machen. 1:1 ergibt praktisch Nektar. Denn dieser hat rund 70 % Wassergehalt. ... Knapp 20 % noch im Honig + 50 % vom dazu gegebenen Wasser.... So grob gerechnet.

    Ganz so dünn würde ich es auch nicht machen. Daher ist deine 2:1 Mischung sicher besser. Nur bei schon festem Honig kann es sein, dass du zum Lösen mehr Wasser brauchst.

    Gruß Johannes

    Hallo Johannes,

    vielen Dank für diesen Tipp. Hört sich sehr gut an. Ich als Mathe-Looser kann das jetzt nachvollziehen.

    Also: künftig maximal 2:1, eher aber noch etwas dickflüssiger.

    LG

    Kai

  • robirot
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    • 25. Juli 2019 um 13:55
    • #7

    Festen Honig kannste so reinpacken, da bleibt nichts über. Flüssigen würde ich mit Zuckerwasser mischen

  • Kai
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    • 25. Juli 2019 um 15:48
    • #8
    Zitat von robirot

    Festen Honig kannste so reinpacken, da bleibt nichts über. Flüssigen würde ich mit Zuckerwasser mischen

    Vielen Dank.

    LG

    Kai

  • Hans-Joachim Heyer
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    • 26. Juli 2019 um 10:35
    • #9

    Moin Kai!

    Arbeitsüberlastung kann man auch anders vermeiden! Den Honig wieder verfüttern ist natürlich besser und billiger, als Zuckerwasser (oder ApiInvert). Was du verkaufen kannst, verkaufe im Eimer, das macht ja keine Arbeit, aber ich würde so viel zurückbehalten, wie zur Winterfütterung brauchst. Ab nächstes Jahr lässt du den Bienen einfach den Honig. Das ist auch mein Plan. Ich werde nur ca. 30 kg von allen Völkern zusammen ernten für mich und einige Nachbarn. Der Rest bleibt ungeschleudert bei den Bienen. Das hat dieses Jahr schon gut funktioniert.

    Du könntest aber auch viel Arbeit sparen, wenn du mit dem Züchten und Umweiseln usw. aufhörst. Bei mir weiseln alle Völker still um. Ich akzeptiere auch alte Königinnen, weil mir ausschließlich Varroatoleranz bzw. -resistenz wichtig ist. Andere Zuchtziele wie Honigleistung, Volksstärke, Freundlichkeit usw. habe ich nicht. Das müssen die Bienen selber entscheiden.

    Ich stelle im Frühjahr eine Brutzarge unter und einen Honigraum ohne Absperrgitter drauf. Ohne Absperrgitter schwärmen die Immen nur selten. Dann mache ich Königinnenableger zur Vermehrung und Varroareduktion. Die großen weisellosen Volksteile schaffen sich eine Weisel nach. Wenn dann noch Schwärme flöten gehen, kannst du sie fliegen lassen. Du bist ja kein Gewinnmaximierer mehr und kannst dir kleine Völker leisten.

    Dies alles macht kaum Arbeit. Mehr Arbeit mache ich mir nur, weil ich von meinen 10 Völkern wöchentlich jeweils die 2 mit den meisten Milben mit Milchsäure behandele. Kann ich ja machen, weil ich keinen Honig mehr ernte dieses Jahr.

  • moniaqua
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    • 27. Juli 2019 um 08:46
    • #10
    Zitat von Hans-Joachim Heyer

    Du könntest aber auch viel Arbeit sparen, wenn du mit dem Züchten und Umweiseln usw. aufhörst.

    Wenn man die Dunkle erhalten will, und das will Kai ja, muss man in Deutschland züchten, sonst ist die schneller ein Buckfast-Carnica-Mischling als man piep sagen kann. Nichts gegen eine schöne Landrasse, aber das ist nicht das, was Kai will, meinem Verständnis nach.

    Zitat von Hans-Joachim Heyer

    Andere Zuchtziele wie Honigleistung, Volksstärke, Freundlichkeit usw. habe ich nicht.

    Also, Freundlichkeit und Vitalität finde ich schon äußerst wichtig und in der Stadt auch Schwarmträgheit, sonst werden die Nachbarn rebellisch. Honigleistung, ja, wenn man eh nicht verkaufen will, da stimme ich Dir zu.

    HG
    Monika

  • Kai
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    • 12. August 2019 um 09:36
    • #11
    Zitat von Hans-Joachim Heyer

    Moin Kai!

    Arbeitsüberlastung kann man auch anders vermeiden! Den Honig wieder verfüttern ist natürlich besser und billiger, als Zuckerwasser (oder ApiInvert). Was du verkaufen kannst, verkaufe im Eimer, das macht ja keine Arbeit, aber ich würde so viel zurückbehalten, wie zur Winterfütterung brauchst. Ab nächstes Jahr lässt du den Bienen einfach den Honig. Das ist auch mein Plan. Ich werde nur ca. 30 kg von allen Völkern zusammen ernten für mich und einige Nachbarn. Der Rest bleibt ungeschleudert bei den Bienen. Das hat dieses Jahr schon gut funktioniert....

    Hallo Hans-Joachim,

    danke schön. Genauso werde ich das machen. Bzw. habe ich mittlerweile auch so gemacht:

    Fast der gesamte Honig ist wieder verfüttert. Das ging richtig gut. Letztendlich waren nur ca. 20% Wasser nötig, um den Honig etwas dünner und flüssiger zu machen. Das Mischen erfolgte mit Bohrmaschine und Farbrührer, alles lief problemfrei.

    Diese doppelte und dreifache Arbeit werde ich mir allerdings künftig ersparen. Und wenn Not- bzw. Erhaltungsfütterung im Juli wieder notwendig ist, dann kehre ich zu meiner guten Praxis zurück, jedem Volk einen 15 kg Block Ambrosia Futterteig aufzulegen.

    LG

    Kai

  • klaus
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    • 12. August 2019 um 11:19
    • #12

    Hallo Kai,

    bei geschleudertem Honig machst du wie folgt,

    a: unaufgelöst verfüttern: 12,5 kg Eimer in Leerzarge über Bienensitz stellen

    b: aufgelöst verfüttern: Honig kurzfristig auf 65° C erwärmen /Thermometer), mit Wasser verdünnen (2/3 Honig, 1/3 Wasser), Räubereigefahr beim Verfüttern beachten; wegen Gärungsgefahr Honig-Wasser-Gemisch nicht zu lange stehen lassen.

    Leg Dich Niemals mit einem Imker an. Ich habe Tausende Freunde die dich Verfolgen können

    LG Klaus

  • Kai
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    • 28. August 2019 um 15:43
    • #13

    Hallo Klaus,

    vielen lieben Dank. da der Honig noch größtenteils flüssig war, klappte es ohne Erhitzen, dafür aber mit ca. 20% Wasser verdünnen über den Farbmischer an der Bohrmaschine.

    Fast der gesamte Honig 2019 wurde wieder verfüttert. Ich freue mich.

    LG

    Kai

  • klaus
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    • 28. August 2019 um 16:45
    • #14

    Hallo Kai,

    freu mich für dich, dass es super geklappt hat.;)

    Dafür brauchst du weniger Zucker, hat auch was für sich. Die Biene macht nicht nur den Honig sondern sie braucht auch den Honig.:)

    Leg Dich Niemals mit einem Imker an. Ich habe Tausende Freunde die dich Verfolgen können

    LG Klaus

  • Kai
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    • 4. September 2019 um 10:34
    • #15
    Zitat von klaus

    Hallo Kai,

    freu mich für dich, dass es super geklappt hat.;)

    Dafür brauchst du weniger Zucker, hat auch was für sich. Die Biene macht nicht nur den Honig sondern sie braucht auch den Honig.:)

    Hallo Klaus,

    genau, und vor allem: ich spare mir Zeit. Ab nächstem Jahr umso mehr, da ich dann praktisch keinen Honig mehr ernten werde (nur noch wenige kg für den eigenen Bedarf. :)

    LG

    Kai

  • klaus
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    • 6. September 2019 um 08:49
    • #16

    Hallo Kai,

    es bleibt doch jedem selbst überlassen, wie er seine Völker bewirtschaftet, die Hauptsache ist doch, die Bienen sind Gesund und du hast deine Freude daran.;)

    Leg Dich Niemals mit einem Imker an. Ich habe Tausende Freunde die dich Verfolgen können

    LG Klaus

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