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Alternativen zur Ameisensäure

  • Max.
  • 10. August 2019 um 17:49
  • robirot
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    • 2. November 2019 um 17:57
    • #201

    Das mit der Weiselrichtigkeit hat einen ganz einfachen Grund, Weisellose Völker neigen extrem zum Verflug, ein Volk was keine Königin hat gibt meist nur ca. 3 Kunstschwärme (2,5kg) ein Weiselrichtiges fast das doppelte. Vor allem wenn du schwächere Ableger mit an dem Stand hast, sieht man täglich wie die stärker werden.

    Die Brut unten wird verworfen, die ist zu befallen, ich gebe zwar immer noch 3x n Schwammtuch AS oben drauf aber das ist nur zur Reduzierung, die Kunstschwärme werden noch mit Ox eingesprüht.

    Außerdem bekommt jeder Brutsammler ne Zarge Mittelwände oben drauf, einmal weil man immer Jungfernwaben immer brauchen kann, zweitens als Stauraum für die Massen an Bienen die ja doch Schlüpfen (immerhin 55 Brutwaben pro Stapel).

  • Gast-2025-04-02-1
    Gast
    • 2. November 2019 um 20:08
    • #202

    Interessant, macht Sinn, vielen Dank 8)

    Bei TuB ist es ja hingegen gewollt, das die Flugbienen aus den Brutling in den darunter befindlichen Flugling abfliegen. Verflug spielt deshalb nur eine untergeordnete Rolle und nach 3 Tagen ist da auch kein Massenschwund in den Brutlingen mehr erkennbar. Ein weiselloser Brutsammler an einem anderen Platz verhaelt sich da wohl komplett anders.

  • Sturmimker
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    • 3. November 2019 um 14:11
    • #203

    Grüß euch,

    Zitat von Postkugel

    Kannst Du bitte mal kurz erklaeren, weshalb die Brutscheunen weiserichtig sein sollten?

    Ich kann robirot nur recht geben! Einzig wegen der hohen Bienendichte hier, bleiben die BS etwas abseits aber am Stand.

    Ein weiterer Grund für weiselrichtige BS ist die Räuberei. Völker mit KÖ haben den Speer in der Hand. Weisellose werden gerne ausgeraubt. Bei uns herrscht Juli/August eine Trachtlücke. Da kann es schon vorkommen, dass man Völker überhaupt nicht öffnen kann ohne Räuberei auszulösen...

    lg Michael

  • Gast-2025-04-02-1
    Gast
    • 3. November 2019 um 14:36
    • #204
    Zitat von Sturmimker

    Bei uns herrscht Juli/August eine Trachtlücke.

    Bei mir ist das die Zeit der Haupttracht. Raeuberei gibt es hier hingegen gern im zeitigen Fruehling...So unterschiedlich ist die Imkerei und macht verschiedene Betriebsweisen zwingend notwendig. Schwer fuer einen EInsteiger. Es zeigt mal wieder, wie notwendig lokale Imkerpaten und lokal angepasste Bienen sind.

  • Freizeitimker
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    • 4. November 2019 um 00:15
    • #205
    Zitat von Kai

    Ich merke ja selber, wieviel Zeit derzeit die Blockbehandlung kostet: jeden dritten Abend gehen über 2 Stunden allein für das Verdampfen drauf. Und das 3 volle Wochen lang. Das ist schon sehr viel Zeit.

    Hallo Kai, Deine beklagten "über 2 Stunden" irritierten mich schon damals, als Du es schriebst.

    Nun fand ich auf YouTube einen Film, der die Begasung fließbandartig und geradezu in Rekordzeit bewerkstelligt:

    Externer Inhalt youtu.be
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    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Gut, das ist wirklich eine hohe Meßlatte, aber woran könnte es liegen, daß es doch nur deutlich langsamer geschieht?

    Davon abgesehen, sind die Begasungsminuten für mich nicht die langweiligsten oder unangenehmsten, denn diese billige, wirksame und bienenverträgliche Deparasitierung hat für mich etwas spirituelles, so ähnlich wie das Austreiben böser Geister ungefähr. ;)

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

  • Drohnenfreund
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    • 4. November 2019 um 08:01
    • #206
    Zitat von Postkugel

    Bei mir ist das die Zeit der Haupttracht. Raeuberei gibt es hier hingegen gern im zeitigen Fruehling...So unterschiedlich ist die Imkerei und macht verschiedene Betriebsweisen zwingend notwendig. Schwer fuer einen EInsteiger. Es zeigt mal wieder, wie notwendig lokale Imkerpaten und lokal angepasste Bienen sind.

    Hallo,,,

    Raüberei im zeitigen Frühling, da muss ich wohl etwas verpasst haben.

    Das kann ich mir nur vorstellen wenn die Völker am Hungertuch nagen.

    Gruß drohnenfreund.

  • Manu86
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    • 4. November 2019 um 09:57
    • #207
    Zitat von Drohnenfreund

    Hallo,,,

    Raüberei im zeitigen Frühling, da muss ich wohl etwas verpasst haben.

    Das kann ich mir nur vorstellen wenn die Völker am Hungertuch nagen.

    Gruß drohnenfreund.

    Hatte ich dieses Jahr auch. War ne sehr milde Woche im Februar/März:/, noch nix zu holen, da würde es einigen Bienen langweilig und sie versuchten sich an andren Völkern.

    Am Hungertuch lags nicht...

    Gruß

  • Sturmimker
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    • 25. November 2019 um 20:24
    • #208

    Guten Abend,

    Hier wird neben vielen anderen nützlichen Infos auch eine Alternative zur Ameisensäure beschrieben:

    https://blesabee.online/de/startseite/

    Viel Vergnügen beim Lesen!

    Michael

  • dirk2210
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    • 27. November 2019 um 05:29
    • #209

    Hallo Sturmimker

    Frage : Du gibst hier 100 Völker an

    Ich gehe davon aus das du von der Imkerei lebst.Ist das korrekt ??

    Kannst du uns hier Deinen Varroa - Behandlungsplan erläutern.

    Wann behandels du -Wie oft - Mit welchem Mitten - und wie lange

    Würde mich Interessieren wie das Konzept bei den Profis so aussieht.

    Danke für deine Zeit Dirk

  • Sturmimker
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    • 27. November 2019 um 19:06
    • #210

    Guren Abend,

    Zitat von dirk2210

    Kannst du uns hier Deinen Varroa - Behandlungsplan erläutern.

    Sehr gerne!

    Entgegen vieler Empfehlungen, alle Völker gleichzeitig und gleich zu behandeln bin ich zur "Bedarfsorientierten Behandlung (BOB)" übergegangen. Obwohl ich grundsätzlich kein Gegner von Ameisensäure bin, habe ich heuer erstmals völlig darauf verzichtet. (passt deshalb ganz gut hier her)

    Zwei Elemente spielen bei mir eine Hauptrolle.

    Erstens die Jungvolkbildung. Idealerweise über Kunst-oder auch Naturschwärme.

    Zweitens die Verjüngung von Alt/Wirtschaftsvölkeren in Form von totaler Bauerneuerung (TBE).

    Dabei mache ich mir den brutfreien Zustand zu Nutze und entmilbe mit Oxalsäure sublimiert.

    Die Völker starten nahezu Milbenfrei auf Anfangsstreifen (seeeehr viiiiel Naturbau). Naturbau spielt vorerst nur eine untergeordnete Rolle, ist aber für mich ein wichtiger Bestandteil meiner Betriebsweise.

    Der "natürliche" Trachtschluss ist bei uns meistens Ende Juli/Anfang August. Jetzt werden die meisten Altvölker mit TBE verjüngt und bedampft. Aber nicht alle (BOB)! Mit Hilfe von Gemüll-und Puderzuckerdiagnosen versuche ich den Befallsgrad zu bestimmen. Sind da Völker dabei, die eindeutig noch kein Problem haben wird vorerst nichts unternommen. Wackelkandidaten habe ich heuer, auch erstmals mit Hyperthermie behandelt. Hyperthermie deshalb weil keine Säure/Chemie und die Völker bleiben trachtreif/beerntbar. Bei uns herrscht seit Jahren eine massive Spättracht aus den Herbstbegrünungen (Buchweizen,Gelbsenf, Phazelia...). Tageszunahmen von 2-3kg unter optimalen Bedingungen sind keine Seltenheit. Mit etwa 20% der Völker ist diese Tracht noch nutzbar/schleuderbar.

    Wenn aber die Milbenbelastung egal aus welchen Gründen auch immer ansteigt, muss sofort die Notbremse gezogen und behandelt werden. Meine Notbremse ist die Blockbedampfung(OS) und/oder eine weitere Hyperthermiebehandlung.

    Ein ganz wichtiger Grund warum ich auf AS verzichtet habe, ist neben der Unberechenbarkeit (egal welche Applikation) auch die Wetterabhängigkeit.

    Um nochmal meine regionalen Verhältnisse zu erwähnen, bei uns war zwischen Jui bis September kein einziges Zeitfenster für eine AS-Langzeitverdunstung (zu heiss).

    TBE, OS und HT kann ich immer (wetterunabhängig) machen. Bei BOB ist die Diagnose recht zeitaufwändig, aber anders kann ich varroatolerante Völker nicht herausfiltern und ich zähle ja nur bei einem "auserwählten" Teil der Völker die Milben.

    Michael

    PS: wenn was unklar-> ist einfach fragen!

  • Hainlaeufer
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    • 27. November 2019 um 21:59
    • #211

    Hallo Sturmimker!

    Dürfte ich nachfragen, mit welchem Gerät du die Hyperthermiebehandlung machst?

    Es gibt Phasen, da liebäugle ich mit dieser Methode, nur verbleibt es am Ende immer am Problem der Stromversorgung und der benötigten Behandlungsdauer.

    Wie effektiv gehst du diese Sache an?

    Vielen Dank, lg

  • Sturmimker
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    • 27. November 2019 um 22:28
    • #212

    Natürlich darfst du nachfragen, ich wollte nur "Werbung" vermeiden...

    Ich arbeite mit dem Varroa-Controller. Stromversorgung ist ein Thema. Ich verwende Stromaggregat, Wechselrichter mit Batterie oder am elegantesten aus der Steckdose. Die Behandlungsdauer ist für mich weniger ein Thema. Da kann man am Stand viele Dinge nebenbei erledigen. Und mal Ruhe geniesen hat auch noch niemanden geschadet...

    Zur Effektivität empfehle ich ein Bienenabkehrgerät, das erleichtert die Sache wesentlich. Wenn man zu Zweit ist geht es auch noch schneller.

    Je nach Betriebsweise (Rähmchenmaß, Anzahl Brutraumzargen) unterscheidet sich der Arbeitsfortschritt doch wesentlich. In meinem Fall sind es meistens Zander Jumbos geschiedet auf max. 7 Rähmchen. FZ-Völker hab ich auch da artet das abkehren schon recht schnell in Arbeit aus.

    Michael

  • dirk2210
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    • 28. November 2019 um 05:17
    • #213

    Hallo Sturmimker

    Danke für die Erklärung deiner Behandlungsmethoden.

    Sehr interessant !

    Das mit der Hyperthemie hört sich interessant an.

    Habe ich mal davon gelesen.

    Eine Schweizer Firma hat dünne Heizdrähte in den Waben ,

    die dann elektronisch gesteuert eine genau definierte Wärme erzeugen.

    Ich glaube das ist sehr gut,aber wie alles in der Schweiz Sau- teuer

    Gruß Dirk

  • Drohnenfreund
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    • 28. November 2019 um 10:13
    • #214

    https://www.landwirtschaft-bw.info/pb/,Lde/644743

    Dieses Gerät gibt es ja schon lange hat sich aber nicht durchgesetzt vielleicht auch wegen der teuren Anschaffung. Müsste der Imkerverein beschaffen.;)

    Gruß kurtklein.

  • Bienenalex
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    • 28. November 2019 um 13:12
    • #215
    Zitat von Drohnenfreund

    https://www.landwirtschaft-bw.info/pb/,Lde/644743

    Wenn die in der Untersuchung 2000 bis 3000 Milben im Mai im Volk hatten, dann hat jemand im Jahr davor gepennt!!!

  • dirk2210
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    • 30. November 2019 um 07:39
    • #216

    Hallo Drohnenfreund

    Das ist nicht das System das ich meinte.

    Das was ich meine wird von der Vatorex AG Schweiz hergestellt.

    Schau es dir im Netz an .

    Sehr Interessant

    Gruß Dirk

  • Drohnenfreund
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    • 30. November 2019 um 14:14
    • #217

    Hallo Dirk,,

    Habe mir das gerade auf der Schweizer Seite angeschaut. Das mit etwas mehr wie 40 Grad die Milbe den Löffel schmeißt glaube ich. Bin auch sicher das die Brut bei dieser Behandlung nicht ungeschoren davon kommt.

    Wäre mir alles zu umständlich und zu teuer.

    Wir haben ja einige viele gute Methoden um die Milbe in Schach zu halten, ausrotten können wir sie noch nicht, dazu fehlt eine nötige Impfung.

    Selber habe ich zum Beispiel den Mite- Zapper ausprobiert da legt die Königin ihre Eier in eine Kunststoff Drohnenwabe die wird wenn alles verdeckelt ist im Volk mit einer angeschlossenen Batterie von außerhalb des Volkes abgetötet. Die Bienen räumen dann die Wabe aus. Ist alles viel zu aufwändig und ist glaube ich auch schon in der Versenkung verschwunden.

    Gruß kurtklein.

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