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Vorsicht: Ligustica Bestellung 2020 - allesamt Betrug?

  • Kai
  • 7. August 2020 um 14:18
  • Kai
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    • 7. August 2020 um 14:18
    • #1

    Hallo allerseits,

    unser erfahrene Ligustica- Experte Bernd Klotz hat auf seiner Homepage seine diesjährigen bitteren Erfahrungen mit deutscher und rumänischer "Ligustica" mitgeteilt. Sehr viel Geld in die Hand genommen, hier und dort bestellt.

    Ergebnis: allesamt FAKE!

    Mehr zu Lesen unter der Überschrift "Aktuelles" auf der Seite https://www.kvarnhult.de/, ca auf halber Höhe der Seite (runterscrollen).

    Von daher: Vorsicht vor angeblichen Ligustica-Züchtern aus Deutschland und dem Balkan!

    LG

    Kai

    Fotos: So muss Ligustica aussehen!

    3119-ligustica-reinzucht-20117-jpg

    3118-ligustica-f1-2019-jpg

  • Ingo
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    • 7. August 2020 um 19:46
    • #2

    Hallo Kei,

    es ist sehr traurig, wie viele schwarze Schafe es in Deutschland gibt.

    Seit fast 7 Jahren versuche ich echte Ligustica zu bekommen.

    Ich habe leider auch schon sehr viel Lehrgeld bezahlt.

    Wenn ich euch alle aufzählen würde, würdet ihr die Hände über den Kopf zusammenschlagen und euch fragen warum ich überhaupt noch Imkere. Und es geht bei mir nicht nur um ein paar Hunderte von Euro, wo ich so schlechte Qualität oder sehr oft nichts bekommen habe. Deutschland und Frankreich sind an der Spitze wo man für sein Geld nichts bekommt, nur leere Versprechen.

    Imker aus Dänemark, auch da habe ich leider keine guten Erfahrungen machen können. Der Vorteil war in Dänemark, das ich da nie Geld verloren habe. Ich hatte da nur immer versprechen bekommen, dass sie sich wieder melden, worauf ich heute noch warte.

    Der einzige richtig gute, wo man sich gut darauf verlassen kann, war bis jetzt Johannes.

    Du selber, Johannes und ich, taten uns mal zusammen (bei YouTube) und wollten zusammen bestellen. Leider hatte nur Johannes eine Königin bekommen. Er zog dann für mich sofort zwei Jungkönigin nach, die bei Ihm standbegattet würden, daraus konnte ich wenigstens gute Drohnen ziehen.

    Am Dienstag habe ich bei meinem Anwalt einen Termin, da geht es darum, um meine schon bezahlten zwei Künstlich besamten Gelben Taber und eine Künstlich besamte Ligustica Königin.

    Auch mir wurde gesagt in zehn Tagen bekomme ich sie. Auch ich habe drei Völker vorbereitet. Am Dienstag sind es dann schon über 20 Tage statt 10 Tage.

    MfG Ingo

    Ingo aus Mecklenburg – Vorpommern

  • Manu86
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    • 7. August 2020 um 23:27
    • #3

    Also das Ligusticatechnisch viel Schrott im Umlauf ist, stimmt. Habe da auch schon Erfahrungen sammeln dürfen.

    Aber das Ligustica immer wieder an der Farbe gemessen werden halte ich persönlich für Quark. Klar, wenn einer gelbe Taber, high Yellow usw. anbietet sollte es das auch sein. Ganz klar. Aber man sollte nicht vergessen das es bei der Ligustica verschiedene Ökotypen gibt, von sehr hell bis Lederbraun, den meisten Buckfaststämmen sehr ähnlich. Prinzipiell eine Biene als "nicht ligustica" abzustempeln nur weil sie nicht hell strahlt... Naja:/ Letztendlich zählt das Verhalten (Selektion) und ggf. eine Untersuchung, Flügelmessung etc.

    Gruß

  • Kai
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    • 8. August 2020 um 09:06
    • #4

    Hallo,

    und jo, aber Ligustica-Königinnen dürfen keine schwarzen Farbanteile auf dem Hinterleib haben (so wie von Bernd Klotz gezeigt); das sind Hybrideinflüsse, denn sowas kommt bei der Ligustica nicht vor. Genau so, wie die Dunkle Biene keine gelben Farbzeichen hat.

    LG

    Kai

  • Ingo
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    • 8. August 2020 um 10:50
    • #5
    Zitat von Kai

    Hallo,

    und jo, aber Ligustica-Königinnen dürfen keine schwarzen Farbanteile auf dem Hinterleib haben (so wie von Bernd Klotz gezeigt); das sind Hybrideinflüsse, denn sowas kommt bei der Ligustica nicht vor. Genau so, wie die Dunkle Biene keine gelben Farbzeichen hat.

    LG

    Kai

    Das ist vollkommen richtig. Die Farbe spielt schon eine große Rolle bei der Ligustica. Auch der Thorax darf nicht Schwarz sein, sondern lederbraun, ausgenommen bei der rein gelben Ligustica.

    Bei einer reinen Ligustica macht auch eine Selektion auf Sanftmut und Schwarmträgheit überflüssig. Das hat die Natur über Millionen von Jahren getan.

    Das ist ein fester Bestandteil ihres Erbgutes, was sie in sich trägt.

    MfG Ingo

    Ingo aus Mecklenburg – Vorpommern

  • Manu86
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    • 8. August 2020 um 12:31
    • #6

    Naja wenn ihr meint, dann sind wahrscheinlich fast alle Ligustica in Italien hybridisiert. :(

    Und eine Biene wo von Natur aus sanft is, wäre ausgestorben.

    Aber ich bin kein Ligustica Experte, deshalb möcht ich mich da nicht zu weit ausm Fenster lehnen.

    Gruß

  • Kieler_imker
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    • 8. August 2020 um 12:56
    • #7
    Zitat von Manu86

    Naja wenn ihr meint, dann sind wahrscheinlich fast alle Ligustica in Italien hybridisiert. :(

    Und eine Biene wo von Natur aus sanft is, wäre ausgestorben.

    Aber ich bin kein Ligustica Experte, deshalb möcht ich mich da nicht zu weit ausm Fenster lehnen.

    Gruß

    Das war sie wahrscheinlich schon teils zu Zeiten von Dzierzon in manchen Teilen Italiens.

    Siehe "Wahre Parthenogenesis bei Schmetterlingen und Bienen

    Siebold, Carl Theodor Ernst von

    Leipzig, 1856". Auch wenn er (Siebold) schreibt, dass selbst Varro, Columella, Aristoteles und Virgil immer auch von "dunklen zwischen den rostgelben oder bunten Bienen" schrieben. Ob die damals schon hybidisiert waren? Oder es da wirklich noch eine solche Variation gab? Aber er (Siebold) schreibt auch, dass selbst die Römer, die goldgelben, also Ligustica, mehr schätzten als diese verinzelt auftretenden dunklen Bienen. Also vielleicht auch Selektion durch Zucht?

    Grüße

  • Kai
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    • 8. August 2020 um 13:37
    • #8
    Zitat von Manu86

    Naja wenn ihr meint, dann sind wahrscheinlich fast alle Ligustica in Italien hybridisiert. :(...

    Ja, das ist leider so. Hybridisiert hauptsächlich mit eingeschleppten Buckfast-Bienen.

    LG

    Kai

  • moniaqua
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    • 8. August 2020 um 13:52
    • #9
    Zitat von Kai

    Hybridisiert hauptsächlich mit eingeschleppten Buckfast-Bienen.

    Wie konnten die durch Buckfast 1856 hybridisiert sein, wenn doch Bruder Adam erst 1898 geboren wurde? :/

    HG
    Monika

  • Kai
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    • 8. August 2020 um 13:54
    • #10
    Zitat von moniaqua

    Wie konnten die durch Buckfast 1856 hybridisiert sein, wenn doch Bruder Adam erst 1898 geboren wurde? :/

    Die Hybridisierung fand, wie in ganz Europa, seit 120 Jahren statt; verstärkt allerdings in den letzten 5 Jahrzehnten.

    LG

    kaai

  • Kieler_imker
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    • 8. August 2020 um 20:59
    • #11
    Zitat von moniaqua

    Wie konnten die durch Buckfast 1856 hybridisiert sein, wenn doch Bruder Adam erst 1898 geboren wurde? :/

    Das hat doch keiner gesagt, dass sie dann definitiv hybridisiert waren.

    Die Dunklen in Deutschland waren es laut diesem Text aber schon. Reine waren schwer zu finden.

  • moniaqua
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    • 8. August 2020 um 22:39
    • #12
    Zitat von Kieler_imker

    Das war sie wahrscheinlich schon teils zu Zeiten von Dzierzon in manchen Teilen Italiens.

    Siehe "Wahre Parthenogenesis bei Schmetterlingen und Bienen

    Siebold, Carl Theodor Ernst von

    Leipzig, 1856". Auch wenn er (Siebold) schreibt, dass selbst Varro, Columella, Aristoteles und Virgil immer auch von "dunklen zwischen den rostgelben oder bunten Bienen" schrieben. Ob die damals schon hybidisiert waren?

    :/

    HG
    Monika

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    • 8. August 2020 um 23:21
    • #13
    Zitat von Kieler_imker

    Oder es da wirklich noch eine solche Variation gab? Aber er (Siebold) schreibt auch, dass selbst die Römer, die goldgelben, also Ligustica, mehr schätzten als diese verinzelt auftretenden dunklen Bienen. Also vielleicht auch Selektion durch Zucht?

    Grüße

    Ich bin bei Farben und deren Zugehörigkeit einer Rasse generell immer skeptisch. Ich glaube keiner von uns hier hat da wirklich Ahnung und kennt die absoluten Tatsachen. Sag hier zB nur das Beispiel mit der Carnica und den gelben Ringen... Die Dunkle is ziemlich eindeutig aber der "Balkanzweig", Ligustica, Carnica, Cecropia usw scheinen ein sehr großes Spektrum zu haben.

    Gruß

  • Kieler_imker
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    • 9. August 2020 um 01:47
    • #14

    Habe ich auch nicht behauptet, dass ich davon viel Ahnung hätte...

    Ich habe ja "wahrscheinlich" geschrieben, da von uns da noch keiner lebte, ich aber annehme, dass aufgrund der verschiedenen Farbschläge auch in Italien schon Hybride unterwegs waren. Und warum auch nicht? In der Zeit ging es mit den Rassekenntnissen erst los. Und wahrscheinlich wollten auch viele Italiener andere Rassen ausprobieren. In Deutschland wurde z. B. von Siebold bemängelt, dass sich immer mehr Imker die Ligustica an die Stände holten und die Dunkle seltener rein zu finden sei.

    Andererseits hast du mit deinen Farbschlägen in der Carnica wohl recht. Deswegen und auch weil in der Antike schon dunkle Bienen in Italien flogen hatte ich gemutmaßt, dass die rein gelbe, lederbraune Ligustica vielleicht durch Zucht entstand?

    Grüße

  • Gast-2025-04-02-1
    Gast
    • 9. August 2020 um 15:55
    • #15

    Mmmm, wenn so ein Mangel besteht: Ich habe bei meinen diesjährigen Königinnen einige "Karotten", also komplett gelbe Königinnen dabei, und auch eine schwarze "Runkel". Erstere könnte ich jetzt als Ligustica und die Runkel als "dunkle" verticken...

    [/Sarkasmus]

    Tja, der liebe Mendel mal wieder. Ich finde es traurig, wenn sich jemand als "Züchter" bezeichnet, aber nicht gründlich selektiert. Leider musste ich dies auch schon an anderer Stelle beobachten. Da hilft dann auch die sicherste Belegstelle nichts, wenn dort unter den Drohnenvölkern ein paar schlechte dabei sind oder der Zuchtstoff bereits wenig taugt, weil schlecht gewählt wurde.

    M.E. kann man mit ausreichendem Drohnendruck und einer entsprechenden Selektionsrate auch bei Standbegattung sehr gute Ergebnisse erzielen. Wenn man die so gezogenen Königinnen bspw. in einem M+ vorprüft, weiss man doch, was man verkauft.

    Nach meiner Ansicht ist es auch ein Fehler, dass auf den Belegstellen die Königinnen der Drohnenvölker oft nicht vorgeprüft wurden, und man sich nur auf die "Qualität" des Zuchtstoffes verlässt (siehe oben: Karotten und Runkel).

    Unter diesen Umständen ist es dann für die Vermehrer/Beschicker kaum möglich, einen entsprechenden Qualitätsstandard zu halte.

  • Gast-2023-12-18
    Gast
    • 9. August 2020 um 18:24
    • #16

    Also John Constantine ist ne verlässliche Quelle. Er hatte dieses Jahr nur ziemliche Probleme mit Corona und der, der die Webseite der Gemeinschaft der niedersächsischen Ligustica Imker macht, hat ihn auch sitzen lassen. Dieses Jahr hat er noch paar Herkünfte getestet. Nächstes Jahr sind auf der Belegstelle Königinnen aus Argentinien, sehr hell.

  • JohnConstantine
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    Langstroth
    • 10. August 2020 um 22:05
    • #17

    MOIN allerseits.

    So sehen ab kommendes Jahr meine Ligustica aus PS so sehen sie auch jetzt schon aus

    So sehen meine Königinnen aus Reinzucht 2020 :


    PS es gibt auch dunkle Ligustica

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    Einmal editiert, zuletzt von JohnConstantine (10. August 2020 um 22:21)

  • Kai
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    • 10. August 2020 um 22:21
    • #18

    Sehr schön, wo kommen die denn her?

    LG

    Kai

  • Gast-2023-12-18
    Gast
    • 10. August 2020 um 22:27
    • #19
    Zitat von Kai

    Sehr schön, wo kommen die denn her?

    LG

    Kai

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  • JohnConstantine
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    • 10. August 2020 um 22:45
    • #20

    jupp sind Argentinische Abstammung sind auch ein Stück kleiner aber Ligustica habe diese auf 4.9 MM sitzen. Bauen sehr grosse Völker auf , sehr ruhig kein Auffliegen diese habe 0 Varorra auf dem Bodenbrett. Werde dies aber alles nochmal über den Winter verfolgen und eine Testbedampfung machen mal schauen was fällt. Prüfung der Drohnenbrut 1/3 der Wabe beidseitig war sauber auch keine Krüppeldrohnen. Wie gesagt schaue mir die Entwicklung weiter an bis kommendes Jaht dann schauen wir weiter, führe eh Buch .

    Achja bevor ich es vergesse das sind bsw. waren die Drohnen

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