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Oxalsäurebehandlung für einzelnes Volk

  • seimke
  • 5. Dezember 2020 um 16:57
  • seimke
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    • 5. Dezember 2020 um 16:57
    • #1

    Hallo Zusammen,

    ich stehe gerade vor dem Problem eine geeignete Oxalsäurebehandlung für mein Volk zu finden. Ich habe Oxuvar von Andernmatt bestellt. Mein Problem ist aber, dass die Menge eigentlich viel zu groß für mein einzelnes Volk ist. Kann ich einen Teil der Säure umfüllen/benutzen und den Rest lagern(ohne Zuckerzsatz) oder spricht da irgendetwas dagegen? Muss ich die geöffnete Flasche mit Säure irgendwie speziell lagern? Gibt es ein geeigneteres Produkt für mich? Eines das auf meinen geringen Bedarf besser ausgelegt ist? Außerdem frage ich mich warum die Oxalsäure mit Zucker vermischt wird? Führt der Zucker nicht dazu, dass die Bienen das Zucker/Säuregemisch aufschlecken?

    Viele grüße

    seimke

  • Bienenalex
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    • 5. Dezember 2020 um 17:27
    • #2

    welches Produkt hat du denn die 3,5 oder 5,7 ??

    oder gibt es noch einen Kollegen der den Rest nehmen kann`?

  • seimke
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    • 5. Dezember 2020 um 17:43
    • #3

    5,7 % und ich wüßte niemanden der mir den Rest abnehmen könnte. Nürnberg ist Corona Hotspot. Wir haben verschärfte Ausgangsregelungen. Daher läuft auch im Verein gerade nichts.

  • Bienenalex
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    • 5. Dezember 2020 um 18:47
    • #4

    Bei uns im Verein tun sich zwei oder drei mit wenigen Völkern zusammen und sprechen sich telefonisch ab.

    Infos über Oxuvar 5,7%: https://www.andermatt-biovet.de/de_bvi/jetzt-a…gen-varroa.html

    Das Mischungsverhältnis ist 1 Teil Lösung mit 1 Teil Zucker ( 275 g Lösung mit 275 g Zucker)

    Wenn du dir zustraust 50 g (oder 30 oder 40 g) Lösung aus der Flasche mit 50 g Zucker in einem anderen Behälter (z B Tasse) zu mischen ???? wenn nicht lass es bleiben.!!! Dann hast du jedenfalls eine geringere Menge gebrauchsfertiger Lösung zum sofortigen Verbrauch. Übrig gebliebene gebrauchsfertige Lösung kannst entsorgen.

    Teilmengen anrühren kappiert nicht jeder!!!!!

    Die Flasche mit dem Rest 5,7 zudrehen und kühl etc lagern. Das MHD bleibt wie auf der Pakckung.

    Kannst auch bei Biovet Andermatt am Montag anrufen und dich beraten lassen. Siehe Reiter Kontakt auf der Homepage. Sie sind freundlich.

    lg

    viel Erfolg

  • Honeybee75
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    • 5. Dezember 2020 um 20:34
    • #5

    Oxuvar 5,7 kann für die Winterbehandlung -> träufeln (Zuckerlösung ) und die Sommerbehandlung -> sprühen (nur mit Wasser verdünnen ) verwendet werden ! Ich würde die Flasche teilen und den Rest für die nächste Sommerbehandlung nehmen. Die gebrauchsfertige Lösung zum Sprühen ist 1 Jahr verwendbar ...

  • Bienenalex
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    • 5. Dezember 2020 um 22:13
    • #6
    Zitat von Honeybee75

    Die gebrauchsfertige Lösung zum Sprühen ist 1 Jahr verwendbar ...

    Die gebrauchsfertige wässrige Lösung ist so lange wie das MHD auf der Flasche zu gebrauchen. Ich habe vor ein paar Tagen nachgefragt.

  • dirk2210
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    • 6. Dezember 2020 um 07:03
    • #7

    Hallo Seimke

    Meines Wissens ist der Zucker nur dafür da die Träufel- Lösung länger flüssig

    zu halten.

    Wäre es nur Wasser würde die Lösung schneller eintrocknen bzw. verdunsten.

    In einigen Mitteln wird nun Glycerin anstatt des Zuckers verwendet.

    Hat wohl den Vorteil das Glycerin auch bei längerer Lagerung kein HMF bildet.

    einen schönen Sonntag Gruß Dirk

  • Honeybee75
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    • 6. Dezember 2020 um 07:32
    • #8
    Zitat von Bienenalex

    Die gebrauchsfertige wässrige Lösung ist so lange wie das MHD auf der Flasche zu gebrauchen. Ich habe vor ein paar Tagen nachgefragt.

    Na , logisch ! Da braucht man nirgends nachfragen ? Wenn das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist , dann erlischt die Zulassung als Arzneimittel und es ist fachgerecht zu entsorgen ... Zum Verständnis , ich wollte nur darauf hinweisen das der mit Zucker versetzte Ansatz zum sofortigen Verbrauch vorgesehen ist :wink:
    Gruß Jens

  • seimke
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    • 6. Dezember 2020 um 11:20
    • #9

    Danke für die Antworten. Die Zuckerlösung ist defintiv nicht haltbar. Das steht in der Anleitng drin. Ich müßte dann eine Teilmenge anrühren und den Rest lagern. Die Frage bleibt ob die Säure dann hält ,denn das luftdichte Siegel ist ja runter. Ich rufe morgen dann Andernmatt mal an und frage nach.

  • Kai
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    • 6. Dezember 2020 um 11:30
    • #10
    Zitat von seimke

    ...Außerdem frage ich mich warum die Oxalsäure mit Zucker vermischt wird? Führt der Zucker nicht dazu, dass die Bienen das Zucker/Säuregemisch aufschlecken?

    Viele grüße

    seimke

    Hallo,

    danke für Deinen interessanten Beitrag. Auf diese Frage möchte ich auch noch kurz antworten. Zucker ist tatsächlich dazu da, die Träufel-Flüssigkeit "geschmeidiger" zu machen, die Oberflächenspannung zu senken. Dadurch perlt sie beim Träufeln im Winter nicht gleich am Bienenpelz ab, sondern benetzt etwa besser den Chitinpanzer.

    Ja: leider schlecken die Bienen das auch auf mit den bekannten Folgen. Die Bienen leben deutlich kürzer. Daher darf auch nur ein einziges Mal geträufelt werden.

    LG

    Kai

  • Gast-2022-01-25
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    • 6. Dezember 2020 um 11:55
    • #11

    Es gilt der Grundsatz:

    Die zweite Behandlung ist die letzte Behandlung des Bienenvolkes "für immer".

    Jeder der mal geträufelt hat und den Vergleich zu nicht erlaubten OXS Behandlungsmethoden kennt, fragt sich mit Kopfschütteln, was da beim Gesetzgeber und Anderen schief läuft.

    Der Satz in der Jura Erstvorlesung: "Recht hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun." hat hier seine volle Berechtigung.

    Somit bleibt es verboten und zeigt in welcher Bananenrepublik wir leben. Auch das die Vertreter der Imker sich still verhalten sollten jeden zu denken geben, ob das noch die richtige Vertretung ist.

    Wir haben unsere Flexibilität und Erfindungsreichtum von Früher verloren.

    Schade.

  • bienengral
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    • 6. Dezember 2020 um 13:08
    • #12

    Hallo ich möchte auch noch kurz was dazu anmerken.

    Das MHD auf der Oxsalsäurelösung gilt nur für die ungeöffnete Flasche. Die Angabe von 1 Jahr Haltbarkeit nach öffnen ist nur dann gültig (keinen Rechtsanspruch) wenn keine Verunreinigung in die Flasche (spez. Mikrobiologie) beim Umfüllen eingetragen werden. Von daher wäre ich vorsichtig mit der Angabe kann man nach öffnen unbedenklich 1 Jahr aufheben. Nach dem öffnen sollte die Flasche auf jedenfall im Kühlschrank aufbewahrt werden.

    Zitat von Bienen Ede

    Somit bleibt es verboten und zeigt in welcher Bananenrepublik wir leben. Auch das die Vertreter der Imker sich still verhalten sollten jeden zu denken geben, ob das noch die richtige Vertretung ist.


    Wir haben unsere Flexibilität und Erfindungsreichtum von Früher verloren.

    Das kommt bei 70 Jahren Gesetzgebung herraus. Es werden keine alten Gesetze in nennenswertem Umfang abgeschaft, nein es werden immer neue hinzu erdacht. Überregulierung. Man könnte den Bundestag für die nächsten 10 Jahre schließen die Republick würde bestens weiter laufen.

    Grüße Thomas

  • seimke
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    • 6. Dezember 2020 um 13:18
    • #13

    Danke Kai, also waren meine Zweifel am Zucker doch berechtigt. Aber was kann ich denn dann nehmen wenn ich nicht verdampfen will? Ich kann nicht verdampfen weil meinen Bienen alleine mitten im Wald stehen. Da ist kein Strom und ich habe nicht die Absicht mit einer Autobatterie loszuziehen - was bei einem Volk auch nicht verhältnissmäßig wäre. Der Varrox Eddy wäre geeignet aber ist wohl ein bisschen teuer. Ich könnte Api Var nehmen aber ich bin nicht sicher ob das wirklich besser ist?

    @ Thomas: ja mein Sohn ist chemisch-technischer Assistent und der hat das mit der Verunreinigung auch gesagt. Darum bin ich ja so unsicher mit dem lagern der offenen Flasche aber nachdem was Kai gesagt hat, werde ich das Oxuvar ohnehin zurückschicken.

  • Kai
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    • 6. Dezember 2020 um 13:24
    • #14
    Zitat von seimke

    Danke Kai, also waren meine Zweifel am Zucker doch berechtigt. Aber was kann ich denn dann nehmen wenn ich nicht verdampfen will? Ich kann nicht verdampfen weil meinen Bienen alleine mitten im Wald stehen. Da ist kein Strom und ich habe nicht die Absicht mit einer Autobatterie loszuziehen - was bei einem Volk auch nicht verhältnissmäßig wäre. Der Varrox Eddy wäre geeignet aber ist wohl ein bisschen teuer. Ich könnte Api Var nehmen aber ich bin nicht sicher ob das wirklich besser ist?-....

    Bei winterlicher Behandlung bleibt dann nur das Träufeln mit Oxuvar. ;)

    Api Var ist keine Behandlungsform für den Winter.

    LG

    Kai

  • bienengral
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    • 6. Dezember 2020 um 13:27
    • #15
    Zitat von seimke

    Aber was kann ich denn dann nehmen wenn ich nicht verdampfen will?

    Bei Temperaturen über 6 °C (zur not auch über 4°C) kannst du anstelle von Träufeln auch Sprühen. Sowohl Oxsalsäure als auch Milchsäure. Dazu in deiner Beute die mit Bienenbesetzen Waben eine nach der anderen auseinnander Schieben und mit dem Handzerstäuber die Bienen besprühen. Kannst du dier bei youtube Experiment Imkern

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    Grüße Thomas

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    • 6. Dezember 2020 um 13:28
    • #16

    Also ich habe es vergangenes Jahr so gemacht, dass ich mit einer neuen Spritze etwas heraus genommen habe aus der frisch angebrochenen Packung. Die Menge habe ich dann abgewogen mit der entsprechenden Menge Zucker vermischt und anschließend behandelt.

    Die angebrochene Packung habe ich direkt wieder verschlossen und im kühlen Keller bei circa 12 Grad gelagert.

    Ist sicher nicht optimal aber wenn man keine Kleinstmenge aus dem Verein oder befreundeten Imkern beziehen kann halte ich es für vertretbar.

    Den Rest habe ich im Sommer zu Sprühen verwendet.

  • Gast-2022-01-25
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    • 6. Dezember 2020 um 13:29
    • #17

    Es gibt etliche Verdampfer auf Gas Basis. Die Funktionieren hervorragend, haben aber das Problem mit dem Preis.

  • bienengral
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    • 6. Dezember 2020 um 13:54
    • #18
    Zitat von Bienen Ede

    Es gibt etliche Verdampfer auf Gas Basis. Die Funktionieren hervorragend, haben aber das Problem mit dem Preis.

    Also mit dem Preis da halte ich den Gas VAP für sehr gut https://bridge-cottage.com/store hier zu bekommen und anzusehen.


    Grüße Thomas

  • seimke
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    • 6. Dezember 2020 um 14:18
    • #19

    An sprühen habe ich auch schon gedacht aber ich dachte man soll die Rähmchen im Winter nicht bewegen?

    Ich werde mal das mit dem Gasverdampfer anschauen aber glücklich macht mich das auch nicht. Gas finde ich unsicher deshalb nehmen wir auch beim Campen keine Gaskocher.

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    • 6. Dezember 2020 um 16:39
    • #20
    Zitat von seimke

    Ich kann nicht verdampfen weil meinen Bienen alleine mitten im Wald stehen. Da ist kein Strom und ich habe nicht die Absicht mit einer Autobatterie loszuziehen - was bei einem Volk auch nicht verhältnissmäßig wäre.

    Es gibt einige Verdampfungsapparate auf der Basis von Gas bzw. Gasbrennern.

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

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