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Imker hört auf - nur wie?

  • Lex
  • 24. April 2024 um 20:31
  • Lex
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    • 24. April 2024 um 20:31
    • #1

    In Kais Video:

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    spricht er in der zweiten Hälfte etwas an, was mich derzeit (wie schon die letzten Jahre immer wieder) sehr beschäftigt.

    Ich kann gut nachfühlen, wenn er davon spricht, Zwangsarbeiter der Bienen zu sein, sich Gedanken über die Restlebenszeit macht und dass man auch mal was anderes machen möchte, als immer nur Bienen...

    Mir geht's genau so. Auch wird man nicht jünger und ein Wehwehchen nach dem anderen kommt daher.

    Darum bin ich - wie Kai - drauf und dran aufzuhören. Doch wie fängt man das an?

    Ich habe aktuell 10 gut ausgewinterte Völker hier stehen mit 3-4 Honigräumen drauf (Halbzargen), die zum Teil schon etwas gefüllt waren (vor den zwei Wochen Kälte).

    Wie beendet man also seine Imkerei?

    Sich nicht mehr darum kümmern und schwärmen lassen ist keine gute Lösung. :)

    Noch eine Saison durchziehen und im Frühling verkaufen - das kann schief gehen! Ich hatte in diesem Frühjahr genau einen Kaufinteressenten! Sonst hätte ich aktuell nicht so viele Völker. Und wenn es blöd läuft, werden aus den 10 bis zum Herbst wieder 20.

    Könnt ihr mir einen Tipp geben, wie man auf "null" kommt? Wenn's geht noch vor dem Einwintern?

    Wie also fängt man an aufzuhören?

    Danke Euch!

    Alex

  • Gast-2024-11-20
    Gast
    • 24. April 2024 um 21:23
    • #2

    Nichts mit Bienen scheint einfach zu sein. Bin erst im zweiten Jahr, doch die Arbeit wird mehr anstatt routinierter.

    Wenn es dir nur darum geht, einfach einen Schlussstrich zu machen, dann könnte es auch vor dem Winter losgehen. Du hast womöglich geerntet und hast den Honig in den Eimern. Dann, kurz nach evtl. Sommerbehandlung und einfüttern, an einen Anfänger "verschenken". Der Jungimker kann sich auf die nächste Saison freuen und vorbereiten und du hast den ganzen Winter über Zeit den Abschluss hinzubekommen und endlich nicht mehr an die Winterbehandlung und die kritische Phase der Auswinterung zu denken. Klingt erstmal dumm, nur sollte man auch so mal denken dürfen. Ich hätte mich jedenfalls darüber gefreut und du hättest dir ein neues langweiliges Hobby gesucht.;)

  • Gast-2025-11-01
    Gast
    • 25. April 2024 um 11:51
    • #3

    Moin

    Das ist schade wenn jemand aufhören möchte.

    Ich würde jetzt auch annoncieren und dann einmal behandeln und an einem Jungimker

    abgeben.

    Viel Geld dafür nehmen würde ich nicht.

    Das Material wurde genutzt und ist ja schon abgeschrieben.

    Der Jungimker wird sich freuen.

    Gruß Matthias

  • Phacelia
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    • 25. April 2024 um 11:53
    • #4

    Lieber Alex,

    alles Gold wird zu Blei.

    Eine Vorschlag:

    Versuch es mit Verschenken, manche würden gerne imkern aber scheuen die Kosten des Einstands.

  • Kai
    Administrator
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    • 26. April 2024 um 10:10
    • #5
    Zitat von Lex

    ...

    Wie beendet man also seine Imkerei?

    ...Wie also fängt man an aufzuhören?

    Danke Euch!

    Alex

    Hallo Alex,

    kommt sicher drauf an, was man will. Wenn man schlagartig aufhören will oder muss, kommt man um einen Verkauf der Völker wohl nicht herum.

    Will man gegen Null reduzieren, hat sich bei mir das Nicht-Vermehren und das Auflösen weiselloser und schwacher Völker bewährt. So kam ich innerhalb eines Jahres von 22 auf 12 Völker runter. Das "Aufhören" ist dann ein Prozess über mehrere Jahre. Gefällt mir eigentlich gut, weil ich aus Überzeugung keine Völker verkaufe.

    Es kann dann auch sein, dass ich in der Endphase über mehrere Jahre dann nur noch über einige wenige Korbvölker verfüge, mit denen ich dann außer Varroabehandlung, Fütterung und evtl. Schwarmabgabe keine Arbeit hätte.

    LG

    Kai

  • Gast-2024-11-20
    Gast
    • 26. April 2024 um 11:01
    • #6

    Nur so als Anhang zu meiner Antwort aus #2. Wenn man langesam aufhören möchte und nicht aus gesundheitlichen Gründen schlagartig aufhören muss:

    So wie Kai geschrieben langsamer Abbau der Völker. Dann im Verein oder einer Imkerschule vorsprechen. Vielleicht findet sich ja ein Patenschüler der sich aufbauen mag. Den nimmst du mit auf in deiner Betriebsweise. Bringst ihm/ihr alles bei was dein Wissen hergibt. Alles dann in weiser Vorausschau, alles abzugeben was du Hast. Völker, Material, Geräte gehen dann sanft über. Der Ansporn daran ist dann ein gewisses Glücksgefühl dabei, das Wissen weiterzugeben. Ich würde dies auch gerne machen falls ich mal genug Wissen besitze. Ich selbst hätte mir solch Vorgehen für meinen Einstieg gut vorstellen können. Als greiser Altimker mit Gehstock und Hut, kann man dann immer mal bei den Bienen vorbeischauen und in schöne Erinnerungen schwelgen. Die negativen Phasen werden im Alter ja gerne vergessen.

  • Lex
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    • 26. April 2024 um 21:09
    • #7
    Zitat von Kai

    , hat sich bei mir das Nicht-Vermehren und das Auflösen weiselloser und schwacher Völker bewährt.

    Hallo Kai,

    das habe ich schon damals mit großem Interesse verfolgt, wie du von 22 auf 12 reduziert hast.

    Mein Problem: zur Schwarmverhinderung nutze ich gerne den Altköniginnenableger. Und schwups, sinds wieder doppelt so viele Völker. Andere Ableger habe ich in 13 Jahren noch nie gemacht.

    Und jedes Volk - wie schwach auch immer - entwickelt sich bis zum Herbst zu einem guten Volk. Selbst wenn mal 2 oder 3 weisellos sind und aufgelöst werden, fällt das nicht ins Gewicht.

    Und wenn - wie heute - die Nachbarin anruft, es hängt ein Schwarm in ihrem Garten, kannst auch schlecht sagen sie soll ihn sich behalten ;)

    Mein Problem war schon immer, dass meine Völkerzahl stetig steigt. Ich weiß einfach nicht, wie man weniger macht. Und zum auflösen derbarmen sie mir auch wieder...

    Die Geister die ich rief...

    Zitat von Kai

    weil ich aus Überzeugung keine Völker verkaufe.

    Oh, das kann ich sehr gut verstehen! Das ist mir auch sehr zuwider.

    Am liebsten würde ich es hier am Stand sauber beenden durch eine Betriebsweise die keine Verdoppelung der Völker mit sich bringt sondern eine stetige Verringerung...

    Nur fällt mir nix gescheites dazu ein, wie das erreicht werden könnte. Ausser gute, vitale Völker vereinigen...

    Servus,

    Alex

  • Kai
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    • 30. April 2024 um 21:46
    • #8
    Zitat von Lex

    ...

    Am liebsten würde ich es hier am Stand sauber beenden durch eine Betriebsweise die keine Verdoppelung der Völker mit sich bringt sondern eine stetige Verringerung...

    Nur fällt mir nix gescheites dazu ein, wie das erreicht werden könnte. Ausser gute, vitale Völker vereinigen......

    Ich mache es durch Entweiseln schwarmlustiger Völker. Anders als in den letzten Jahren will ich derzeit noch zügiger reduzieren gegen Null und die so entweiselten Völker nach 2x 9 Tagen NICHT wieder mit Weiselzellen versorgen, sondern sie nach dem Auslaufen der Brut ins Gras fegen.

    Das ist dann quasi auch eine Vereinigung.

    LG

    Kai

  • dirk2210
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    • 1. Mai 2024 um 07:00
    • #9

    Ich verstehe die Probleme nicht !

    Wenn ich verkleinern will ,mach ich keine Ableger ,fange keine Schwärme sondern melde sie .

    Andere Imker lieben Schwärme.

    Dann hat man sicherlich Winterverluste , die ich dann nicht ersetze.

    Dann wird die Anzahl automatisch kleiner, bis ich meine gewünschte Völkeranzahl erreicht habe.

    Alles andere ist doch nur Halbherziger wischi waschi.

    Wenn ich verkleinern will oder aufhören will tu ich das. Punkt

    Gruß Dirk

  • Kai
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    • 1. Mai 2024 um 09:50
    • #10
    Zitat von dirk2210

    Ich verstehe die Probleme nicht !

    ....

    Wenn ich verkleinern will oder aufhören will tu ich das. ...

    Völlig richtig, dies wäre dann die härteste Variante, z. B. wenn man aufhören oder reduzieren "muss".

    Meine persönliche Variante ist das "sich Herausschleichen". Da kann es paradoxerweise schon mal zur Notwendigkeit einer Ablegerbildung oder eines Schwarmfanges kommen. Wenn man im selben Zug 3 Völker auflöst, verkleinert man dennoch.

    Vor 2 Jahren habe ich von 22 auf 12 Völker reduziert, dieses Jahr soll es möglichst auf 5 Völker heruntergehen.

    Wie gesagt: Verkauf kommt für mich nicht in Frage.

    LG

    Kai

  • Freizeitimker
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    • 1. Mai 2024 um 21:41
    • #11
    Zitat von Kai

    Wie gesagt: Verkauf kommt für mich nicht in Frage.

    Und was ist mit dem Verkauf zum Nulltarif, also Verschenken? Natürlich nicht an jeden unbekannten Dahergelaufenen, sondern an jemanden, den man schon kennt und der auf einen positiv gewirkt hat.

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

  • dirk2210
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    • 2. Mai 2024 um 05:48
    • #12

    Genau so.

    Wie ich oben geschrieben habe ,,Schwärme melden" , an Leute die man kennt ,und die gerne noch Völker haben wollen.

    Die freuen sich , und man hat selber keine Arbeit, und das geschwärmte Volk kommt in Obhut eines Imkers.

    Ohne seine Völkerzahl zu erhöhen

    Easy.....

    Gruß Dirk

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