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Dezember 2014: was geht?

  • Kai
  • 12. Dezember 2014 um 11:34
  • Kai
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    • 12. Dezember 2014 um 11:34
    • #1

    Hallo allerseits,

    wie die Zeit rennt, wir haben schon wieder Mitte Dezember. Draußen sieht es nicht sehr weihnachtlich aus; wir hier oiben haben Plusgrade im einstelligen Bereich und derzeit recht viel Regen und Wind. Die Luftfeuchte dürfte bei nahe 100% rel. liegen. :wink:

    Nun wird es Zeit, an die winterliche Restentmilbung zu denken. Was machen Eure Bienen? Hier und da noch Bienenflug? Vermehrter Totenfall? Vielleicht schon die ersten Verluste? Was macht der Varroafall?

    Hat vielleicht schon jemand behandelt? Kurzum: was macht Ihr so zur Zeit (außer Glühwein trinken und in der City bummeln)? :mrgreen:

    LG
    Kai

  • Johannes
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    • 12. Dezember 2014 um 16:53
    • #2

    Hallo Kai,

    hier ist auch schmuddelig mildes Wetter. Mal nass, mal stürmisch und zwischen -2 bis +8 °C.

    Letztes Wochenende habe ich die erste Oxalsäureverdampfung vorgenommen und morgen werde ich die Milbenplatten auswerten und auch noch die M+ behandeln.

    Ein M+Volk habe ich noch im Oktober verloren. Es hat mich ziemlich überrascht, weil es eigentlich ein recht vitales Volk war. Aber die Wespen sind da einfach rein marschiert und trafen auf keine nennenswerte Gegenwehr. Nach einer Woche war absolut nichts mehr in dem Kasten drin. Trotz stark verengtem Flugloch.
    Ein Wirtschaftsvolk habe ich wohl durch die Varroa verloren. Das ist mir letztes Wochenende bei der Behandlung aufgefallen. In dem 2-zargigen Magazin waren noch alle Futtervorräte (ca. 25 kg) aber keine einzige Biene mehr.

    Kleine Verluste sind zu ertragen. Hoffentlich wird es nicht noch schlimmer. Ich bin da immer etwas pessimistisch.
    Den potentiellen Zuchtköniginnen geht es aber noch gut. :)

    LG Johannes

    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
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    • 17. Dezember 2014 um 19:03
    • #3

    Heute Nacht sind +10°C und mehr angesagt, was geht?

    Passt mir persönlich garnicht so gut in den Kram. Ich wollte am 21. Dezember eine Oxalsäurebehandlung durchführen, allerdings stellt sich angesichts des milden Wetters die Frage, ob nicht doch noch Brut vorhanden ist. Ich wollte, wie bereits in einem anderen Thema beschrieben, eigentlich auf eine Kontrolle der Brutwaben verzichten, bin jedoch angesichts des warmen Wetters nicht mehr sicher, wie ich verfahren werde.

    Besten Gruß, Ole!

  • Johannes
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    • 17. Dezember 2014 um 19:40
    • #4

    Hallo Ole,

    ich bin auch verunsichert.
    Wenn du es richtig machen willst, wirst du wohl um eine schnelle Durchsicht nicht herum kommen.
    Oder du hast Glück und jemand aus deinem Verein der logischer Weise in der selben Region imkert, prüft eines seiner Völker und gibt dir bescheid.
    Das bringt zwar keine absolute Gewissheit, aber einen sehr guten Anhaltspunkt!

    LG Johannes

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  • Ole86
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    • 17. Dezember 2014 um 19:52
    • #5

    Hallo Johannes,

    wie stehst du zu späteren Behandlungszeitpunkten? Würde es evtl. Sinn machen, erst Anfang bis Mitte Januar zu behandeln?

    Besten Gruß, Ole!

  • Johannes
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    • 17. Dezember 2014 um 20:07
    • #6

    Damit hab ich keine Erfahrung. Daher will ich mich da lieber mit Ratschlägen zurück halten!

    All die vergangenen Jahre hat es immer zur Weihnachtszeit gepasst. :|

    LG Johannes

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  • bigbee
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    • 17. Dezember 2014 um 22:10
    • #7

    liebe Leute bitte macht Euch klar: Ihr werdet NIE ein Bienenvolk KOMPLETT Milbenfrei bekommen.
    Also: Auch wenns im Volk noch (etwas) Brut gibt - behandelt einfach, wenns kühl ist !!

    Ersten Frost gibts in Hamburg manchmal schon im November. Hier ist also das Zeitfenster etwa von Mitte Nov. bis Ende Dez. In den ganz kalten Monaten (Januar, Februar) macht es (mir) keinen Spass, da möchte ich die Völker absolut in Ruhe lassen.

    also nochmal: Tut es einfach !

    herzliche Grüße !
    Reiner

  • Hainlaeufer
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    • 17. Dezember 2014 um 23:03
    • #8

    Ich werde dieses Wochenende und die darauf folgenden Tage schauen, dass ich zur Restentmilbung komme.
    Ich kann zumindest aus guter Quelle sagen, dass nun die meisten Völker brutfrei sind. Das mal noch ein Klecks Brut da ist, kann man kaum vermeiden.
    Wichtig ist, das man nicht zu lange wartet. In Jänner, wenn die Tage wieder länger werden (die Bienen merken und wissen das ja!) beginnen auch die Bienen oftmals wieder zu brüten. Wenn man da erst hinkommt, ist es eigentlich schon zu spät. Also schön die Weihnachtszeit im Auge behalten! 21.12. ist sicher gut.

    Wie bigbee schon schrieb, man bekommt eh die Milbe NIE ganz weg. Das macht das Kraut dann auch nicht mehr fett!
    Waben für die Restentmilbung ziehen würde ich NUR im äußersten Notfall machen. Ich hoffe immer auf eifrige Kollegen, bis jetzt war das jedes Jahr so, und es passte immer!

    Also, nur zu!

    Viel Erfolg,

    LG
    Michi

  • Hainlaeufer
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    • 19. Dezember 2014 um 13:02
    • #9

    Heute Sonnenschein!

    Alle Völker fliegen - es macht riesig Freude :)
    Echt verrückt, wie warm der junge Winter ist. Wer weiß, wie sich das noch dreht!

    Verrückt ist, das ich sogar vereinzelt Bienen mit winzig kleinen, knallroten Pollenhöschen sah :shock: Kann mir jemand eventuell eine Vermutung nahe legen, welche Pflanze das sein könnte? Bin ratlos irgendwie *gg*.

    Schönen Tag noch,

    LG
    Michi

  • Johannes
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    • 19. Dezember 2014 um 13:29
    • #10

    Bilder sagen manchmal mehr als Worte! :D



    LG Johannes

    Bilder

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    • 19. Dezember 2014 um 20:54
    • #11

    Hallo Johannes,

    tolle Bilder von dem regen Treiben bei deinen Völkern. Konnte ich heute, dank eines langen Arbeitstages, leider bei mir nicht beobachten. Ich überlege mitlerweile noch einmal den Restmilbenbestand zu prüfen und evtl. auf die Oxalsäurebehandlung zu verzichten. Wir haben aktuell 15°C, was sehr ungewöhnlich für den Norden ist.

    Besten Gruß, Ole!

  • Johannes
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    • 19. Dezember 2014 um 22:42
    • #12

    Hallo Ole,

    ich würde dich nicht zu einem Verzicht auf die Behandlung ermutigen wollen. Lieber würde ich dieses Jahr mit einer geringeren Wirkung vorlieb nehmen. Denn auch wenn noch Brut da ist, wird die Milbenzahl doch verringert. Natürlich muss man dann im nächsten Jahr zeitig kontrollieren und ggf eingreifen!

    LG Johannes

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  • steffen
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    • 20. Dezember 2014 um 14:15
    • #13

    Hallo
    allerseits ich hatte ja schon die Vermutung,das es zur Weihnachten plus Grade sein werden .daher hatte ich die Ox behandlung vorgezogen.undzwar wo es frosttage und nächte waren . die letzte kontrolle ergab das die völker jetzt sogut wie milbenfrei sind.Ich werde nun auch bis anfang März nichts mehr machen dran.
    lg steffen

  • VDM
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    • 20. Dezember 2014 um 17:42
    • #14

    Hallo!

    Durch das warme Wetter bedingt, habe ich mich für die Milchsäurebehandlung entschieden. Gestern und heute habe ich bei 11 und 6 Grad Celsius zum zweiten Mal die Waben gezogen, behandelt und bei zwei von 8 Völkern Brut entdeckt (auslaufende Brut und frisches Brutnest). Ich habe das Brutnest ausgeschnitten.
    Ich empfinde es als brutales Geschäft, aber ich möchte nicht im Frühsommer vor einer abgeflogenen Kiste stehen. Lieber jetzt die Varroaschleuder entfernt, als sich später ärgern.
    Nach meiner bisherigen Erfahrung verkraftet das Volk das Ausschneiden und Wabenziehen bei der Temperatur.

    Da nach der ersten MS-Behandlung bereits zwischen 51 und 414 Varroen gefallen sind und in der Literatur Angaben über eine 90 - 98%ige Wirksamkeit der MS zu lesen sind, muss ich immer noch von einer Restpopulation von 30-40 Varroen ausgehen.

    Wenn ich davon ausgehe, dass die Anzahl der Milben sich alle drei Wochen vermehren kann und die kritische Höchstmarke bei inzwischen 3000 Milben liegt, ab der durch den Eintrag von Bienenviren das Volk sterben wird, so muss ich auf die MS-Behandlung am Wochenende 27./28.Dezember eine Oxal-Träufelbehandlung draufsatteln.

    Bei einem Vortrag eines erfolgreichen Vorsitzenden des Nachbarvereins, Manfred Riedel, betonte dieser als Höchstzahl der im Volk verbleibenden Milben die Menge von 20 Parasiten.

    Wer will, kann seine Vorlagen hier nachlesen: http://www.bv-besigheim.de/mitglieder/mat…pt_M_Riedel.pdf

    Wenn seine OS-Behandlung nicht genügend erfolgreich war, behandelt er ein zweites Mal mit OS.

    Wenn ich mir die Höchstzahl von 3000 Milben beim Abschleudern am 15. Juli setze, dann komme ich nicht umhin, die OS auf die MS-Behandlung drauf zu setzen.

    Rechnet selber:

    Datum Anzahl Varroa
    28.01. 11
    18.02. 22
    11.03. 44
    01.04. 88
    22.04. 176
    13.05. 357
    03.06. 704
    24.06. 1408
    15.07. 2816

    Datum Anzahl Varroa
    28.01. 40
    18.02. 80
    11.03. 160
    01.04. 320
    22.04. 640
    13.05. 1280
    03.06. 2560
    24.06. 5120
    15.07. 10240

    Im Zeichen der Klimaerwärmung möchte ich nicht auf einen kräftigen Winter mit langer Brutpause wetten.

    Herzliche Grüße

    Andreas

  • Ole86
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    • 21. Dezember 2014 um 14:58
    • #15

    Interessant, ich habe jetzt meinen Termin für die Oxalsäurebehandlung ersteinmal auf den zweiten Weihnachtstag verlegt. Da soll es noch einmal etwas frostiger werden. Besten Gruß, Ole!

  • Abramis
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    • 22. Dezember 2014 um 17:53
    • #16

    Eigentlich hatte ich vor, heute zu behandeln. Da das Wetter gerade unter extrem schietig fällt und ich erstmal bei Regen meine Wintergewächshäuser reparieren musste, habe ich es bei einem kurzen Besuch mit Kippkontrolle gelassen.
    Die Bienen saßen bis unten durch auf fünf Wabengassen. Es lag etwas Totenfall auf dem Gitter. Der wird nach Weihnachten mit entfernt. Ab dem zweiten Weihnachtstag soll es kalt werden. Ich hoffe, dass die Bienen dann etwas enger sitzen und die OS dadurch schneller verteilt wird.

    Bei dem heutigen Regen von links nach rechts anstatt von oben nach unten, wollte ich nicht mit der Säure anfangen.
    Mal wieder voll weihnachtliches Wetter hier im Norden. Jedes Jahr wird einem hier aufs neue der Glühwein verwässert! :?

    Und erstens machen sie es anders, als es zweitens im Lehrbuch steht :!::!::!:

  • lutz
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    • 22. Dezember 2014 um 20:40
    • #17

    Hallo Allerseits,
    bei uns waren Anfang Dezember ein par Frostnächte bis -3° und danach am 10.12. mittags +5° . Genau diesen Tag habe ich mir für die Oxalsäurebehandlung ausgesucht. Alle Völker , bis auf eins das mir mit der Faust gedroht hat , saßen schön dicht zusammen. Ich hoffe es hat etwas genutzt. Jedenfalls hatte ich bei den meisten Völkern einen etwas stärkeren Milbenfall. Zählen tue ich die Milben schon lange nicht mehr denn ich kann sowieso zu dieser Jahreszeit nichts ändern und will die Völker auch nicht zu Tode behandeln.
    Im zeitigen Frühjahr werde ich dann zum ersten Mal die Behandlung mit der Bienensauna ausprobieren und hoffe auf ein sehr gutes Ergebnis.

    L.G. Lutz

  • Hainlaeufer
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    • 23. Dezember 2014 um 08:29
    • #18

    Abramis @ Normalerweise lobe ich mir so eine "saubere Einstellung", doch im Winter kannst du das Boden putzen unterlassen. Die Bienen brauchen absolute Ruhe, jede Störung die Erschütterungen auslöst, löst auch Stress bei der Wintertraube aus und bedeutet mehr Futterverbrauch. Sobald die Bienen wieder selber fliegen können, räumen sie eh den Boden frei. Ooooder, du kommst in der Frühjahrsrevision schneller zum putzen :wink: Nur so als Tipp.

    GLG
    Michi

  • Mauee
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    • 27. Dezember 2014 um 14:38
    • #19

    Huhu!

    Ich wollte eigentlich auch schon behandelt haben. Für mich ist es ja das erste mal und ich hab Angst irgendwas dabei falsch zu machen.
    Jetzt vor Weihnachten war es in Hamburg so warm, dass die Bienen wieder vereinzelt geflogen sind. Verluste habe ich bisher keine, obwohl ein Volk sehr schwach aussieht.

    Ich wollte nun eigentlich heute behandelt, es ist kalt schwankend zwischen 0 und -3 Grad.
    Was meint ihr? Und wie mische ich das am besten an?

    Ich habe übrigens auf den Windeln seit November nicht eine einzige Milbe mehr gesehen. Tut die Behandlung da überhaupt Not?

    lg Mauee

    Wie tief ist der Fluss, wenn du den Grund nicht mehr erkennst?

  • Johannes
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    • 27. Dezember 2014 um 14:53
    • #20

    Hallo Mauee,

    wenn seit November keine Milben gefallen sind, brauchst du natürlich nicht zu behandeln.
    ABER: Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass in deinen Völkern nicht eine Milbe gefallen sein soll. Das geht glaub ich in ganz Deutschland nicht. :shock: Kommen vielleicht deine Bienen auf die Oberfläche der Kontrollplatte? Dann würde ich behaupten, dass sie die Milben raus geräumt haben. Wenn da ein bienendichtes Gitter drüber ist, sollte das Ergebnis natürlich stimmen. Dann bist du wohl der glücklichste Imker des Winters!

    Was meinst du mit deiner Frage zum Anmischen? Was willst du denn benutzen / mischen? :?::?::?:
    Grundsätzlich wäre das Wetter jetzt ideal!

    LG Johannes

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