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  3. Die Dunkle Biene
  4. Die Dunkle Biene Apis mellifera mellifera (allgemein)

Landrasse oder Landbiene

  • Rheinschlucht
  • 12. Februar 2017 um 20:09
  • Rheinschlucht
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    • 12. Februar 2017 um 20:09
    • #1

    Landrasse oder Landbiene ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die einheimische Dunkle Biene (Apis mellifera mellifera). Und mit der wurde bis vor wenigen Jahrzehnten in allen europäischen Ländern auf der Alpennordseite geimkert. Bis massenhafte Importe insbesondere der Carnica die Landrasse zuerst hybridisierten und dann verdrängten: In Deutschland und Österreich ab den 1930er Jahren, in der Schweiz ab den 1970er und zunehmend in den 1990er Jahren.

    In den vergangenen Jahrzehnten wehrten sich die Mellifera-Züchter aus guten Gründen gegen die Bezeichnung Landrasse. Heute ist ein Umdenken im Gange. Einige Zuchtorganisationen sprechen wieder von der einheimischen Landrasse. Mit der Hoffnung, dass die Landrasse wenigstens in einigen Regionen auf der Alpennordseite eine reinrassige Dunkle Biene (Apis mellifera mellifera) bleibt – oder wieder wird.

    Ich habe mal die wichtigsten Fakten zur Landrasse gesammelt: http://www.mellifera.ch/cms/news/landr…ne-dunkle-biene

    [attachment=0]Landrasse_Mellifera_Dunkle_Biene_Schwarzweiss.jpeg[/attachment]
    Wenn es Ergänzungen dazu gibt, nehme ich diese gerne in den Text auf. Und Kritik ist natürlich auch erlaubt :)

    Bilder

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    • 12. Februar 2017 um 23:06
    • #2

    Schöner Artikel 8)

    Ich finde die Initiativen in Frankreich, irland, Schweden und Norwegen könnte man am Rande erwähnen ... Auch in Polen & in Russland gibt es noch Populationen und in England & Schottland versucht man die alte englische Biene zu erhalten. Auch wenn ihr Schweizer und die Österreicher führend seid, die anderen sind auch eine Erwähnung wert. ;)

    Danke Jürg.

    VG Christian

  • Rheinschlucht
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    • 13. Februar 2017 um 09:19
    • #3
    Zitat von ck1

    Ich finde die Initiativen in Frankreich, irland, Schweden und Norwegen könnte man am Rande erwähnen ... Auch in Polen & in Russland gibt es noch Populationen und in England & Schottland versucht man die alte englische Biene zu erhalten. Auch wenn ihr Schweizer und die Österreicher führend seid, die anderen sind auch eine Erwähnung wert. ;)

    VG Christian


    Hallo Christian,

    Selbstverständlich sind die Mellifera-Organisationen und Populationen in England, Schottland, Frankreich, Irland, Schweden, Norwegen, Polen und Russland erwähnenswert.

    1. Ich erwähne zu Beginn denn auch diese Populationen, respektive die lokalen Namen der Dunklen Biene von Irland bis in die russische Republik Baschkortostan.

    2. Der Artikel geht explizit auf die Vergangenheit ein, auf die Hybridisierung und Verdrängung der Landrasse. Und da waren Deutschland und Österreich nicht zuletzt während der «Tausendjährigen» Epoche besonders gründlich. In den von Dir erwähnten Ländern gibt es bekanntlich noch grössere Populationen der Dunklen Biene. Deshalb führe ich diese Populationen und deren Organisationen in diesem Artikel nicht auf.

    3. Der Artikel über die Landrasse ist nur ein Text in einer Serie von (seit August 2016) bisher 35 Artikeln. Dabei habe ich immer wieder über die verschiedenen nationalen Organisationen und Populationen geschrieben. Und ausführliche Texte über die einzelnen Länder sind «in der Pipeline».

    Keine Angst also, wir Schweizer schauen über unseren Tellerrand hinaus. Was bei einem so kleinen Teller auch nicht schwierig ist :)

  • Richthofen
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    • 25. Februar 2017 um 17:45
    • #4

    Hallo Zusammen
    Bei uns finde ich den Begriff " Swissmix " für je nach in Umgebung vorherrschenden Biene , jedoch im Standbegattungsverfahren nachgezogenen Königinnen auch passend .
    " Germanmix " ?

    LG Markus

  • Katrin
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    • 26. Februar 2017 um 13:43
    • #5
    Zitat von Richthofen

    Hallo Zusammen
    Bei uns finde ich den Begriff " Swissmix " für je nach in Umgebung vorherrschenden Biene , jedoch im Standbegattungsverfahren nachgezogenen Königinnen auch passend .
    " Germanmix " ?

    LG Markus


    Wieso wieder tausend neue Begriffe für jedes Land extra? Es sind Hybridbienen, F1 - FX.

    LG Katrin

  • Didi
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    • 26. Februar 2017 um 14:57
    • #6

    Moin,
    ich habe die "Quickborner Landbiene". Die ist so wie der Halter, meistens guter Dinge, selten unfreundlich und so fleißig wie nötig.
    Dafür brauche ich keine neue Bezeichnung.
    Gruß Dieter

  • Rheinschlucht
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    • 26. Februar 2017 um 15:12
    • #7

    Die Landrasse oder Landbiene ist per definitionem KEIN Hybrid.

  • Johannes
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    • 26. Februar 2017 um 15:21
    • #8
    Zitat von Rheinschlucht

    Die Landrasse oder Landbiene ist per definitionem KEIN Hybrid.


    Na erzähl das mal den deutschen Imkern! :lol:
    Richtig, die "Landbiene oder Landrasse" sollte die Biene sein, die in das jeweilige Land gehört, dort heimisch ist und so rein wie möglich vorkommt. Aber für den Großteil der deutschen Imker ist es die Biene, die entsteht, wenn man keine "fremde Genetik" (also auch nicht aus 100 km Entfernung) einkreuzt, sondern eine Standort-angepassten Biene (wie ich diese Bezeichnung hasse...) hält und damit glücklich ist. Das lässt sich nach paar Jahren weder mit Carnica, Buckfast noch mit Dunkler definieren.

    LG Johannes

    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
    http://www.bv-dunkle-biene.de/
    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.

    Infos zur mir und meinen Bestellmöglichkeiten gibt es auf meiner Webseite: https://www.dunkle-bienen.com/

  • Abramis
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    • 26. Februar 2017 um 17:15
    • #9

    Hallo zusammen,

    wenn ich das richtig sehe, sind wir gerade beim berühmten Vergleich von Äpfeln und Birnen.

    Bei dem Film "More than Honey" fiel mir der Ausdruck "Landrasse" schon auf. Wenn ich das richtig sehe, dann ist das in der Schweiz der gängige Ausdruck für die Dunkle Biene. Korrigiert mich wenn ich da falsch liege.

    Demgegenüber ist "Landbiene" in Deutschland ein Ausdruck für die hybridisierte Biene die man erhält, wenn man mit dem imkert, was am Stand so rumfliegt. Also per se wie es Johannes gerade definiert hat.

    Viele Grüße,
    Heiko

    Und erstens machen sie es anders, als es zweitens im Lehrbuch steht :!::!::!:

  • Richthofen
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    • 26. Februar 2017 um 17:29
    • #10

    Hallo Dieter
    Toll dass Du deine endemischen Bienen so einen Namen gegeben hast - lieferst Du auch reinen Zuchtstoff ? :)
    @ Katrin
    F1...FX ist ja nicht grad eine sympatische Wortschöpfung und ist in den meisten Fällen unpassend weil das erraten der Verwandtschaftsgrade dem Kaffeesatzlesen gleichkommt . :wink:
    Mit Swissmix kann bei uns jeder leben der nicht auf eine Belegstation pilgert und bisweilen tolerante Nachbarn , genug Rauch im Ofen und einen bienendichten Schleier sein Eigen nennt . :lol:

    LG Markus

  • Rheinschlucht
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    • 26. Februar 2017 um 18:22
    • #11
    Zitat von Abramis

    Bei dem Film "More than Honey" fiel mir der Ausdruck "Landrasse" schon auf. Wenn ich das richtig sehe, dann ist das in der Schweiz der gängige Ausdruck für die Dunkle Biene. Korrigiert mich wenn ich da falsch liege.

    Demgegenüber ist "Landbiene" in Deutschland ein Ausdruck für die hybridisierte Biene die man erhält, wenn man mit dem imkert, was am Stand so rumfliegt. Also per se wie es Johannes gerade definiert hat.
    Heiko

    Historisch und biologisch korrekt ist: «Landrasse oder Landbiene ist in allen deutschsprachigen Ländern auf der Alpennordseite die umgangssprachliche Bezeichnung für die einheimische Dunkle Biene (Apis mellifera mellifera). Denn bis vor wenigen Jahrzehnten wurde in allen europäischen Ländern auf der Alpennordseite mit der Landrasse geimkert. Erst mit den massenhafte Importen insbesondere der Carnica wurde die Landrasse / Landbiene zuerst hybridisiert und dann verdrängt: In Deutschland und Österreich ab den 1930er Jahren, in der Schweiz ab den 1970er und zunehmend in den 1990er Jahren.»

    Also nix mit Hybrid, siehe den oben schon verlinkten Artikel: http://www.mellifera.ch/cms/news/landr…ne-dunkle-biene

  • Johannes
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    • 26. Februar 2017 um 19:36
    • #12
    Zitat von Rheinschlucht

    ...
    Historisch und biologisch korrekt ist: «Landrasse oder Landbiene ist in allen deutschsprachigen Ländern auf der Alpennordseite die umgangssprachliche Bezeichnung für die einheimische Dunkle Biene (Apis mellifera mellifera)....


    Historisch, biologisch und vielleicht auch in der Schweiz absolut richtig! In Deutschland sieht das der Großteil der Imker definitiv anders.... Glaub es mir einfach. :wink:

    LG Johannes

    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
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  • Katrin
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    • 27. Februar 2017 um 23:18
    • #13
    Zitat von Richthofen

    F1...FX ist ja nicht grad eine sympatische Wortschöpfung und ist in den meisten Fällen unpassend weil das erraten der Verwandtschaftsgrade dem Kaffeesatzlesen gleichkommt . :wink:
    Mit Swissmix kann bei uns jeder leben der nicht auf eine Belegstation pilgert und bisweilen tolerante Nachbarn , genug Rauch im Ofen und einen bienendichten Schleier sein Eigen nennt . :lol:

    Hallo Richthofen,

    Wieso ist das bei Bienen immer eine Diskussion? Ich versteh den Unterschied nicht, im Vergleich mit z.b. Savannah-Katzen (F1) oder Wolfshybriden (auch F1). (Wobei es bei den Wolfshybriden ab F2 es unter "Hund" fällt, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.)

    LG Katrin

  • Richthofen
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    • 28. Februar 2017 um 04:23
    • #14

    Hallo Katrin

    Ich denke weil Du bei Deinen Beispielen die Elternteile genau kennst, eben den reinrassigen Wolf und den Serval . Daneben wer Vater oder Mutter ist und die Anzahl der Erbgänge . Beim Wolf entscheidet das ja auch über die Haltebewilligung . Bei den Bienen spielt die F1 noch eine Rolle da die Drohnen noch reinrassig sind : so wird da der Begriff auch gebraucht .
    Der Begriff, unwissenschaftliche Ausdruck " Swissmix " oder die " Quickborner Landbiene" drückt genau das aus , eine bunt über einige Generationen wild verkreuzte Biene - nicht nachvollziehbar . :D
    FX trift es natürlich auch , jedoch nur in Teilen F ist auch nicht bekannt - also dann schon genau : XX Biene ! :D

    LG Markus

  • Katrin
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    • 28. Februar 2017 um 05:43
    • #15
    Zitat von Richthofen

    Hallo Katrin

    Ich denke weil Du bei Deinen Beispielen die Elternteile genau kennst, eben den reinrassigen Wolf und den Serval . Daneben wer Vater oder Mutter ist und die Anzahl der Erbgänge . Beim Wolf entscheidet das ja auch über die Haltebewilligung . Bei den Bienen spielt die F1 noch eine Rolle da die Drohnen noch reinrassig sind : so wird da der Begriff auch gebraucht .
    Der Begriff, unwissenschaftliche Ausdruck " Swissmix " oder die " Quickborner Landbiene" drückt genau das aus , eine bunt über einige Generationen wild verkreuzte Biene - nicht nachvollziehbar . :D
    FX trift es natürlich auch , jedoch nur in Teilen F ist auch nicht bekannt - also dann schon genau : XX Biene ! :D

    LG Markus

    Hallo Richthofen,

    Aber eine F1 bleibt dennoch eine F1, selbst wenn sie in der Lage ist unbefruchtete Eier zu produzieren.

    LG Katrin

  • Hainlaeufer
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    • 28. Februar 2017 um 14:34
    • #16

    Diese Begriffe wie "Landrasse" oder "Landbiene" gibt es hier nicht. Falls diese Worte mal in Verwendung waren, dann vlt. noch zur Zeit der Habsburger. Heute sind diese Worte auf jeden Fall ausgestorben, ich hörte hier noch nie einen Imker von Landbienen reden. Sowas gibt es einfach nicht bei uns. Insofern kann es nicht lebenswichtig sein, quasi ohne Priorität, nutzlos.
    Bleibt doch bei der "Biene"? :wink:

    Swissmix, Germanmix... ach Leute, kommt schon :lol:

  • Richthofen
    Gast
    • 28. Februar 2017 um 20:33
    • #17

    Swissmix, Germanmix... ach Leute, kommt schon :lol:

    Eben , ein Sturm im Wasserglas . Oder eben ein Genetischer im Bienenhaus ! :D
    LG Markus

  • Katrin
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    • 1. März 2017 um 20:25
    • #18
    Zitat von Hainlaeufer

    Diese Begriffe wie "Landrasse" oder "Landbiene" gibt es hier nicht. Falls diese Worte mal in Verwendung waren, dann vlt. noch zur Zeit der Habsburger. Heute sind diese Worte auf jeden Fall ausgestorben, ich hörte hier noch nie einen Imker von Landbienen reden. Sowas gibt es einfach nicht bei uns. Insofern kann es nicht lebenswichtig sein, quasi ohne Priorität, nutzlos.
    Bleibt doch bei der "Biene"? :wink:

    Swissmix, Germanmix... ach Leute, kommt schon :lol:

    Zitat von Richthofen

    Swissmix, Germanmix... ach Leute, kommt schon :lol:

    Eben , ein Sturm im Wasserglas . Oder eben ein Genetischer im Bienenhaus ! :D
    LG Markus

    Eure Bienen würde es ohne natürlich entstandene Rassen nicht geben. Liebt ihr eure Bienen? Dann redet nicht so und zeigt mal ein bisschen Wertschätzung für diejenigen die sich Mühe geben, den Ursprung eurer Bienen zu erhalten.

    LG Katrin

  • Olli G.
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    • 1. März 2017 um 22:05
    • #19

    Hallo,
    Landbiene=Standbegattete, so sagen die älteren Imker (80J).
    Dass das nicht das gleiche wie Landrasse sein kann, sagen doch schon die Worte.

    Beste Grüße
    Olli

  • Richthofen
    Gast
    • 1. März 2017 um 22:50
    • #20

    Hallo Katrin
    Ich denke Du hast da was falsch verstanden .
    Die Namensgebung für Bienen aus mehrjähriger Standbegattung hat doch nichts mit Liebe oder nicht Liebe du tun . Die Bezeichnung sollte in etwa das ausdrücken was es genetisch ist . Mit Deinem Vorschlag F.....liegst Du da meist daneben , zumal bei fremden Schwärmen .
    Des weiteren sollte die " Liebe " zu den Bienen auch nicht rasseabhängig sein .
    Die Faszination und das Bestreben möglichst reiner Dunklen zu besitzen und zu vermehren ist für meinen Teil die Basis , selbstverständlich .
    Lg Markus

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