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Das Drüsige Springkraut - Indische Balsamine

  • Countryman
  • August 30, 2010 at 6:51 PM
  • Countryman
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    • August 30, 2010 at 6:51 PM
    • #1

    Hallo Imkerfreunde,

    ich habe mich schon gewundert, warum einige meiner Bienen auf dem Rücken und Kopf so graue Stellen haben. Die Suche im Netz hat ergeben, dass die Bienen den Pollen vom Rot/lila blühenden Springkraut, also dem neu eingewanderten, nicht höseln können. Die Pollen bleiben auf dem Rücken der Bienen hängen. So dienen sie den Bienen nicht und sind wertlos.
    Einige Imker behaupten sogar, dass dadurch die Varroamilbe gefördert wird. Ich hatte schon befürchtet die grauen Stellen könnten eine Krankheit sein.
    Hat jemand schon Erfahrungen damit gemach?
    Wenn das wirklich der Fall ist werde ich dieses Zeug bekämpfen, es vermehrt sich seuchenartig und hat in meiner Nähe an feuchten Stellen schon das komplette Schilf und sogar Brenneseln völlig verdrängt.

    Gruß
    Frederic

  • Countryman
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    • August 30, 2010 at 6:56 PM
    • #2

    http://de.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%BCsiges_Springkraut

    Hier könnt ihr etwas über das Drüsige Springkraut Impatiens glandulifera erfahren.

  • Brummsel
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    • August 30, 2010 at 9:10 PM
    • #3

    Habe die Flussaue direkt vor der Haustür: seit das Springkraut blüht ist auch meine dunkle Biene ergraut. Gehört zwar nicht zur heimischen Flora, aber bringt wohl etwas Spättracht...

    mit imkerlichen Grüßen,

    Brummsel

  • Kai
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    • October 14, 2010 at 4:31 PM
    • #4

    Hallo,

    hier kann man mehr über Neophyten, also neu eingebürgerte, fremde Arten erfahren:

    http://www.floraweb.de/neoflora/handbuch.html

    LG
    Kai

  • Horst
    Guest
    • October 15, 2010 at 9:48 AM
    • #5

    Danke für den Link, ich vermisse aber so einige wie die Silberlinde, Trauerweide usw., ist wohl nicht vollständig, oder?

  • Kai
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    • October 15, 2010 at 10:39 AM
    • #6

    Hallo, Horst,

    ja, die habe ich auch vermisst. Wenn ich das richtig verstanden habe, wurden die wichtigtsen (d.h. aggressivsten) Neophyten aufgelistet, die sich eigenständig vermehren und sich ausbreiten.

    Die Silberlinde scheint sich zumindest in Schleswig-Holstein nicht selbst zu vermehren, auch die Trauerweide nicht. Dagegen das Springkraut schon; aber auf der Seite wird das Springkraut gar nicht als so negativ dargestellt. Ich persönlich finde sie eine ganz hübsche Pflanze, und eine phantastische Bienenweide, nicht nur für die Honigbiene.

    LG
    Kai

  • Horst
    Guest
    • October 15, 2010 at 10:58 AM
    • #7

    Na ja Kai, auf die Silberlinde könnten wir verzichten und ich weiss nicht was so manche Grünflächenplaner so planen. Tilia tomentosa, die Silberlinde und einige Hybriden sind der Erdhummel-Killer schlechthin. Gott sei Dank fällt unsere Honigbiene nicht auf den süßen Duft der Blüten rein; habe 2 Völker 100 m neben alten Silberlinden stehen ohne Verluste, während hunderte Hummeln unter den Bäumen liegen.
    Von einem Neubürger kann ich aber besonders warnen, obwohl eine tolle Umbellifere die stark beflogen wird, das Riesenbärenklau, sie ist ätzend in der Tat; durch dieser hatte ich vor Jahren starke Verbrennungen an den Beinen.

  • Kai
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    • October 15, 2010 at 1:57 PM
    • #8

    Ja, auf die Silberlinde könnte man tatsächlich verzichten. Ich habe bei mir auch Silberlinden in direkter Nachbarschaft, die fleißig von Bienen und Hummeln beflogen werden. Tote Tiere habe ich aber noch nicht beobachten können. Bei der Silberlinde stört mich vielmehr der starke Schattenwurf der Bäume.

    Was hälst Du von Catalpa bignonioides (Trompetenbaum) als Bienenweide im Juli? Eigentlich ein toller Baum.

    Ja, der Riesenbärenklau ist höchst gefährlich. Er breitet sich stark aus, unterdrückt andere Pflanzen, und verätzt die Haut des Menschen. Bei Kindern können diese Verätzungen lebensgefährlich werden.

    LG
    Kai Hier ein Foto von der Balsamine:

  • Kai
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    • October 13, 2011 at 7:08 PM
    • #9

    Hallo,

    heute war Samenernte ;)

    LG
    Kai

  • Jo Hanna
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    • March 8, 2012 at 9:57 AM
    • #10

    Hallo,

    auch bei uns gibt es jede Menge Springkraut und ich habe mich schon gefragt, ob wir es vertreiben müssen, wenn wir Bienen wollen oder nicht. Da gibt es ja recht unterschiedliche Meinungen.

    Zur Blütezeit werden die Blüten von hunderten Bienen besucht, natürlich auch von den Wilden. Ich habe beobachten können, dass einzelne Bienen in der Lage sind, die Pollen abzustreifen.... Konnte nicht unterscheiden, welche es waren.

    Wäre überaus schade, wenn das Springkraut den Bienen nichts bringen würde, denn sonst blüht hier ja Dank der "Aufräumaktoinen" der Bauern in dieser Jahreszeit kaum noch was.

    Auch haben wir alle Faulbäume wachsen lassen, die ja sehr lange blühen und eben so beliebt sind, wie das Springkraut.

    Übrigens können aus den Blüten des Springkrauts Marmelade und Sirup gemacht werden und auch die Samen sind in der Küche gut zu gebrauchen und sind auch noch ganz lecker.

    Als das riesige Kraut hier auftauchte, waren die Ziegen zuerst sehr skeptisch und haben ganz lange Zähne gemacht. Als sie dann aber feststellten wie lustig die Samen in Maul kitzeln, konnten sie nicht mehr genug davon bekommen und waren beleidigt, wenn wir ein Wandergehege ohne das Kraut gebaut hatten ;)

    Besser für die Bienen stehen lassen oder von den Ziegen vertilgen lassen?

    Fragt sich immer noch etwas zaghaft
    Jo

  • Kai
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    • March 8, 2012 at 10:11 AM
    • #11

    Hallo Jo, also ich würd's stehen lassen. 8) Habe selber Springkraut im Garten, und auch wenn es bei mir nur Spielerei mit den paar Pflänzchen ist, erfreut es die Bienen in einer Zeit, wo es fast gar nichts mehr gibt.

    Hier und da kommt es in der NAtur vor. Ausrotten kann man es nicht mehr. Ich würde es aber auch nicht ansiedeln.

    Die Meinungen sind hier unterschiedlich. In manchen Gegenden soll es so viel Springkraut geben, dass man gar kein Winterfutter mehr geben muss.

    Aber: ein schöne Pflanze, meint
    Kai

  • Michal Anton
    Guest
    • March 8, 2012 at 11:00 AM
    • #12

    „Die Blüten sind vormännliche Rachenblumen. Sie werden meist durch Honigbienen, seltener durch Hummeln bestäubt. Der im Sporn verborgene Nektar ist mit einem Zuckergehalt von 48% durchschnittlich süß, wird aber reichlich produziert. Mit 0,47mg Nektar pro Pflanze und pro Stunde stellt das Springkraut etwa 40mal so viel Nektar her wie eine vergleichbare heimische Pflanze[1]. Noch entscheidender ist, dass die Pflanze auch einen sehr hochwertigen, ebenfalls zuckerhaltigen Pollen anbieten kann. Mit dieser Ausstattung und dem intensiven Duft schränkt sie die Möglichkeit zur sexuellen Vermehrung bei ihren einheimischen Standortkonkurrenten stark ein.“
    Eine Sehr schwere Frage wenn man es liest, einerseits freut mich wenn ich sehe wie viele Bienen sich da tummeln, anderseits ist es und bleibt ein Eindringling. Gerade in diesem Forum schimpfen wir auf die bösen Zoophyten, da ist es ja nicht einfach für eine Neophyte zu schwärmen, denn Erhalt des heimischen haben wir uns auf der Fanne geschrieben.
    Ich werde sie bei mir, auch wenn schweren Herzens, weg machen, so weit es geht ganz ist es ja unmöglich. Dafür an andere Stelle was heimisches Pflanzen. Gemeiner Efeu, Mädchenauge oder Sonnenröschen haben auch Pollen und Nektar bis in den Sept/Okt.
    Irgendetwas wird sich dank Bienenweide- Günter Pritsch / Imker-Bibliothek schon finden lassen.
    Hier gibt auch schon mal Ideen; https://imkerforum.nordbiene.de/viewtopic.php?f=2&t=1074

    Quote from Countryman

    Hallo Imkerfreunde,

    ich habe mich schon gewundert, warum einige meiner Bienen auf dem Rücken und Kopf so graue Stellen haben. Die Suche im Netz hat ergeben, dass die Bienen den Pollen vom Rot/lila blühenden Springkraut, also dem neu eingewanderten, nicht höseln können. Die Pollen bleiben auf dem Rücken der Bienen hängen. So dienen sie den Bienen nicht und sind wertlos.
    Einige Imker behaupten sogar, dass dadurch die Varroamilbe gefördert wird. Ich hatte schon befürchtet die grauen Stellen könnten eine Krankheit sein.
    Hat jemand schon Erfahrungen damit gemach?
    Wenn das wirklich der Fall ist werde ich dieses Zeug bekämpfen, es vermehrt sich seuchenartig und hat in meiner Nähe an feuchten Stellen schon das komplette Schilf und sogar Brenneseln völlig verdrängt.

    Gruß
    Frederic

    Edited once, last by Anonymous (March 8, 2012 at 1:07 PM).

  • Jo Hanna
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    • March 8, 2012 at 11:24 AM
    • #13

    Hai Kai,

    ja, ich mag es auch, hab es sogar zum Fressen gern :mrgreen: Bei uns hat es sich auf grossen Flächen ausgebreitet, so dass wir es in seine Grenzen verweisen müssen, weil es sich sonst auch noch über unseren Gemüsegarten her machen würde.....

    Da sind wir froh, dass die Ziegen es mögen und wenn sie es oft genug runterfressen, wird es auch mal ganz eingehen. Das Springkraut hat dennoch genügend Raum, so dass die Bienis noch genügend Pollen finden werden. Zu dem gibt es auch noch genügend Fläche wo einheimische Blütenpflanzen wachsen, nur werden wir das springende Kraut eben auf bestimmte Flächen begrenzen, was wir ja mittels der Ziegen bisher auch schon taten.

    Habt noch einen schönen Tag
    Jo

  • Kai
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    • March 8, 2012 at 1:08 PM
    • #14

    Hall Jo,

    ich wusste gar nicht, dass Ziegen Springkraut fressen. Ist das nicht giftig?
    LG
    Kai

  • Heidjer
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    • March 8, 2012 at 3:16 PM
    • #15

    Hallo Kai,

    Quote from Countryman

    http://de.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%BCsiges_Springkraut

    Hier könnt ihr etwas über das Springkraut erfahren.

    Dort steht unter 'Bekämpfung' im letzten Satz des ersten Absatzes folgendes:
    "Die Verfütterung der Pflanzen an Rotwild im Gehege wird ebenso wie die Beweidung von Beständen mit Schafen als unproblematisch angesehen."

    Deshalb werden wohl auch andere Säugetiere sich davon ernähren dürfen. Sicher die bequemste Methode diese von Menschenhand eingeführten Pflanze in die Schranken zu verweisen.

    Wolfgang, der Heidjer

  • Jo Hanna
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    • March 8, 2012 at 4:23 PM
    • #16

    Hallo :)

    ja Kai, schrieb ich ja oben schon, dass die Ziegen nach anfänglichem Nase rümpfen nun ganz begeistert sind. Und hätten wir die Ziegen von allem fern gehalten, von dem manche Leute meinen, sie dürften es nicht fressen, wären sie nicht so gesund :mrgreen: Die Ziegen sind recht instinktsicher und wissen selbst, wie viel von einer Pflanze oder Baum ihnen gut tut, und wann es ihnen schadet.

    Nur wenn sie im Frühjahr das erste Mal ins Land kommen, müssen wir ein wenig drauf achten, dass sie in ihrer Begeisterung von dem frischen Grün erst mal nicht so viel fressen, weil sie dann Durchfall bekommen.

    Es ist für uns auch die einzige Möglichkeit, das riesige Kraut in Grenzen zu halten..... Klar gibt es noch die Möglichkeit, es nicht in die Blüten kommen zu lassen, aber das ist ja einfach zu viel Arbeit.....

    Liebe Grüße
    Jo

  • Johannes
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    • August 18, 2013 at 5:18 PM
    • #17

    Hallo,

    dank der neuen Fotoseite bin ich auf dieses Thema aufmerksam geworden. Danke Kai :D


    Normalerweise honigt bei mir dieses Springkraut auch wie verrückt. Ich kann Ende August noch schleudern und brauche nicht einfüttern.
    Doch dieses Jahr ist halt alles anders! Das Springkraut versagt völlig. Ich frage mich, ob es das Hochwasser hier nicht verkraftet hat. Bei mir stand dieses Jahr die Aue ja eine Woche lang 3 Meter unter Wasser! Oder habt ihr anderen auch den Eindruck, dass das Springkraut dieses Jahr schlechter da steht (auch ohne Hochwasser)? Dann könnte ihm ja womöglich der lange Winter geschadet haben! Schließlich kommt es ja eigentlich eher aus wärmeren Gefilden.

    LG Johannes

    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
    http://www.bv-dunkle-biene.de/
    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.

    Infos zur mir und meinen Bestellmöglichkeiten gibt es auf meiner Webseite: https://www.dunkle-bienen.com/

  • Marakain
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    • August 18, 2013 at 5:34 PM
    • #18

    Zusätzlich das Problem dürfte bei der überfluteten Au ja auch sein das es nicht einfach nur "Wasser" war was da stand. Die Suppe war ja eher ein übles Gemisch aus allem möglichen.

  • rudi
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    • August 18, 2013 at 6:57 PM
    • #19
    Quote from Johannes

    Hallo,

    dank der neuen Fotoseite bin ich auf dieses Thema aufmerksam geworden. Danke Kai :D


    Normalerweise honigt bei mir dieses Springkraut auch wie verrückt. Ich kann Ende August noch schleudern und brauche nicht einfüttern.
    Doch dieses Jahr ist halt alles anders! Das Springkraut versagt völlig. Ich frage mich, ob es das Hochwasser hier nicht verkraftet hat. Bei mir stand dieses Jahr die Aue ja eine Woche lang 3 Meter unter Wasser! Oder habt ihr anderen auch den Eindruck, dass das Springkraut dieses Jahr schlechter da steht (auch ohne Hochwasser)? Dann könnte ihm ja womöglich der lange Winter geschadet haben! Schließlich kommt es ja eigentlich eher aus wärmeren Gefilden.

    LG Johannes


    Hallo,

    das Springkraut braucht fü die Nektarproduktion latend Bodenfeuchtigkeit und die ist in diesem Jahr vielfach nicht gegeben.

    Rudi

  • Kai
    Administrator
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    • August 22, 2013 at 4:10 PM
    • #20

    Hallo allerseits,

    das scheint ja regional sehr unterschiedlich zu sein.
    Bei mir hat sich das Springkraut dieses Jahr im Garten stark ausgebreitet und steht derzeit in Vollblüte. Besucht wird es aber hauptsächlich von Hummeln.

    Im Juli musste ich das Kraut wegen der Trockenheit gießen, aber jetzt steht es sehr gut da. Bald ist wieder Samenernte. :P
    LG
    Kai

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