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Verdampfen Blockbehandlung - schädlich und nicht zugelassen?

  • Pit
  • October 1, 2023 at 11:23 PM
  • Pit
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    • October 1, 2023 at 11:23 PM
    • #1

    Hallo,

    Ich habe das bei der Zulassung so verstanden das eine Blockbehandlung nicht nur schädlich sondern auch nicht zugelassen sei . Das hat mich jetzt etwas gewundert. :rolleyes:

  • teewee
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    • October 2, 2023 at 8:34 AM
    • #2

    Ist doch ganz einfach. Die Zulassung ist für die Behandlung am brutfreien Volk, da Oxalsäure nicht in verdeckelte Brut wirkt. Am brutfreien Volk reicht eine Behandlung normalerweise aus, für wenige Fälle ist dann eine zweite Behandlung nach 14 Tagen empfohlen.

    Die Blockbehandlung ist nur die Krücke, wenn man aus welchen Gründen auch immer, keine Brutfreiheit zum gewünschten Behandlungszeitpunkt hinbekommt.

    .

  • Freizeitimker
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    • October 2, 2023 at 8:46 AM
    • #3

    Bedampfungsgeeignet brutfrei sind Völker nur nach totaler Brutentnahme oder nach Einlogierung von Schwärmen. Während der winterlichen Brutpause, die kaum sicher feststellbar ist und deren Feststellung die Bienen zudem massiv stört, steht hingegen die Bienentraube der Bedampfung entgegen.

    Verstehe nicht, warum die Blockbehandlung jetzt auch in diesem Forum so auffällig wieder bezweifelt wird. Wurde hier doch schon vor Jahren für gut befunden und ausdiskutiert.

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

  • teewee
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    • October 2, 2023 at 9:38 AM
    • #4
    Quote from Freizeitimker

    Bedampfungsgeeignet brutfrei sind Völker nur nach totaler Brutentnahme oder nach Einlogierung von Schwärmen. Während der winterlichen Brutpause, die kaum sicher feststellbar ist und deren Feststellung die Bienen zudem massiv stört, steht hingegen die Bienentraube der Bedampfung entgegen.

    Verstehe nicht, warum die Blockbehandlung jetzt auch in diesem Forum so auffällig wieder bezweifelt wird. Wurde hier doch schon vor Jahren für gut befunden und ausdiskutiert.


    Aus dem selben Grund, warum hier diverse biotechnische Maßnahmen in Frage gestellt oder nicht in Erwägung gezogen werden: Auf Grundlage einer Diskussion.

    Dabei gehen leider oft Meinungen und Fakten durcheinander.

    Die Schweizer setzen sich ja seit vielen Jahren auch über ihreBieneninstitute wissenschaftlich mit der Anwendung von Oxalsäure auseinander. Mit der Erkenntnis, das Sublimation als Blockbehandlung unzuverlässig ist.

    https://www.agroscope.admin.ch/dam/agroscope/…mpfen2005_d.pdf

    .

  • Gast-2025-04-02-1
    Guest
    • October 2, 2023 at 10:56 AM
    • #5

    Das kann ich bestaetigen. Eine Kollegin in "Holland" hatte im vergangenen Jahr auch auf die Blockbehandlung gesetzt und dabei eine gute Milbenernte eingefahren und waehnte sich deshalb in Sicherheit. Allerdings dennoch Volekerverluste erlitten. Ich konnte im Fruehjahr jedoch mit Bienen aushelfen.

    Man kann es nicht oft genug wiederholen: Oxalsaeurebehandlungen in bruetende Voelker, egal in welcher Weise, haben keine ausreichende Wirksamkeit. Und die Mehrfachbehandlung sorgt fuer einen mengenmaessig unnoetigen Eintag eines Behandlungsmittels in den Bienenstock. Ist dann fast so wie bei manchen Rapsbauern, die andauernd mit der Giftspritze auf dem Acker unterwegs sind. Frage: Ist das, was wir dort zu Recht anprangern, bei uns zielfuehrend?

    Und noch was zum Argument "weasensgemaess": Wenn ich wg. einer Karies zum Zahnarzt muss, ist das auch nicht wesensgemaess sondern tut weh. Aber immer noch besser als ein ganz wesensgemaess verfaulter Kieferknochen. Wer nicht versteht, dass man mit allem Risiko gelegentlich etwas Schlechtes tun muss, um groesseres Uebel zu verhindern, hat die Natur leider noch nicht richtig verstanden.

    Freilich laeuft im Kontext der Brutfreimachung von Voelkern mitunter auch was schief (ca. 10%). Aber das laesst sich korrigieren, waehrend Tod tot ist.

  • Didi
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    • October 2, 2023 at 12:30 PM
    • #6

    Moin, wir stellen mit unserem Honig ein Lebensmittel her, von daher sollten wir uns bemühen keine der Gesundheit abträglichen Stoffe einzusetzen! Darum habe ich mit der jetzigen Handhabung, keine Wartezeiten im Sommer, man sollte den Honigraum während der Behandlung abnehmen, so meine Probleme!

    Bedampfe oder behandel ich mit anderen Mitteln nach der Ernte, so besteht die Gefahr von Anreicherung in Bienen oder Honig in keiner Weise da die behandelten Bienen, außer der Königin, bei der nächsten Honigernte garnicht mehr am leben sind.

    Und nach Aussage von dänischen Kollegen hatten sie noch nie Völkerverluste durch intensive Blockbehandlung.

    Was ist denn nun Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und was ist hörensagen?

    Lg Dieter

  • teewee
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    • October 2, 2023 at 2:42 PM
    • #7

    Mutmaßung:

    es gibt keine großen Studien dazu, zumindest keine die die Wirksamkeit bestätigen. Wenn die Wirkung der Blockbehandlung hinreichend gesichert wäre, hätte diese bestimmt Eingang in die Zulassung gefunden. An mangelndem wirtschaftlichen Interesse kann es nicht gelegen haben, wenn man den theoretisch zu erwartenden Mehrumsatz berücksichtigt. 5 Portionen zu verkaufen ist besser als eine…


    das habe ich bei einer kurzen Suche gefunden, ein Vergleich der 3 Anwendungsformen:

    https://www.bfarm.de/SharedDocs/Dow…publicationFile

    .

  • Feuerstein
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    • October 3, 2023 at 10:58 AM
    • #8

    Es ist doch im Prinzip so, egal was man macht, es wird jemand kommen, der es als schlecht bewertet aus Gründen xyz. Deshalb heißt es, Völker machen, um ausprobieren zu können. Anders geht es nicht. Und da es so viele Variablen zusätzlich gibt, ist vieles mit Vorsicht zu genießen.

    Ich habe bspw. die ersten Jahre mit AS behandelt und erstmal gelernt, die Bienen zu lesen, passend zu meinem Klima usw. Aber ich habe immer nur eine Sommer- sowie eine Winterbehandlung gemacht und es hat gereicht. Aber andere Mitglieder meines Vereins, die keine Luftpumpen sind, haben mir glaubhaft versichert, bei ihnen würde es nicht reichen.

    Mir wurde die AS Behandlung aber zum Graus und so habe ich mich auf Brutentnahme und Bedampfen eingeschossen. Zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt, in der Praxis bisher eine super Sache. Obwohl ich den Brutsammler am gleichen Stand habe, funktioniert es vorzüglich. Den bedampfe ich alle drei Tage, um die schlüpfenden Bienen von den Viechern zu befreien.

    So, nun kommt wieder jemand daher und erzählt, wie schlecht es für die Fettkörper sei und dergleichen. Wobei ich sehe, wie niedrig der Totenfall ist und wie stark die Völker im Frühjahr sind. Der Unterschied zu AS ist bei mir enorm. Habe natürlich durch diese Stärke bei jedem Volk eine Schwarmgarantie. Zum Glück ist es mir bisher gelungen, die überzähligen Völker im Frühjahr verkaufen zu können.

    Deshalb bin ich beim Nachjustieren der Methode auch vorsichtig, egal was jemand erzählt.

    Interessant für mich ist, dass zwei Imker, die bei mir Völker holten, diesen Winter genauso wie ich vorgehen. Dann sehe ich, ob es auf anderen Ständen auch gut funktioniert. Das macht Spaß.

    Und ich muss noch hinzufügen, dass ich nicht den Eindruck habe, dass unsere Gesetze und Zulassungen immer das Beste für uns sind. Wenn es also eine Alternative wie das Verdampfen gibt, behalte ich mir vor, die so einzusetzen wie ich es verantworten kann, egal was irgendwelche Behörden labern. Ich beuge mich nicht allem, das ist mir zu dumm. So wie uns diese Behörden behandeln, ist mein Gegenüber einfach zu übergriffig und sie werden es immer weiter ausdehnen. Meine damit nicht nur das Hobby Bienen.

  • Kai
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    • October 4, 2023 at 12:10 PM
    • #9
    Quote from Pit

    Hallo,

    Ich habe das bei der Zulassung so verstanden das eine Blockbehandlung nicht nur schädlich sondern auch nicht zugelassen sei . Das hat mich jetzt etwas gewundert. :rolleyes:

    Hallo,

    danke für Deine interessante Frage. Rechtlich gesehen ist es - wie so oft - gar nicht so eindeutig. "Blockbehandlung" wird im Text nicht ausdrücklich genannt und ist somit, eng gesehen, auch nicht zugelassen. Der Text spricht aber von der Möglichkeit einer wiederholten Behandlung bei Vorhandensein von geringer Brut in behandelten Völkern. Im Umkehrschluss heißt das rechtlich betrachtet, dass absolute Brutfreiheit nicht vorausgesetzt wird zur Behandlung. Das ist ja auch praxisnah. Welches Volk ist schon immer garantiert brutfrei, wenn man behandelt. Für solche Fälle hat der Gesetzgeber nun die Möglichkeit einer Behandlungswiederholung eingezogen.

    Inwieweit damit auch die Tür der Legalität für eine "Blockbehandlung" offen steht, und was Blockbehandlung genau meint, wird die Zeit zeigen.

    Zu Deiner zweiten Frage: hier konnte ich bei massiver Blockbehandlung (10-fache Behandlung mit je 2 Tagen Pause) eine Schädigung der Bienen und damit eine deutliche Volksschwächung feststellen. So ganz ohne Effekt auf die Bienen scheint Oxalsäurestaub also nicht zu sein.

    LG

    Kai

  • Freizeitimker
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    • October 4, 2023 at 2:45 PM
    • #10

    Letztlich sollen die Milben ja so weit wie möglich dezimiert werden, und das passiert erst dann, wenn man immer und immer wieder bedampft. Die Milben so weit wie möglich anzahlig zurückzudrängen, da werden wohl auch Veterinäre, Staatsanwälte und Richter zustimmen, wenn vielleicht auch nur widerwillig.

    Meine Blockbedampfungsorgie ist erst dann zu Ende, wenn wirklich gar nichts mehr dieser Biester fällt, und das kann sich erfahrungsgemäß einige Wochen hinziehen. Bislang nahm ich keine Volksschwächungen dabei wahr. Ganz im Gegensatz: Je mehr ich das Milbenproblem in diesem Jahre löse, desto milder und später ereilt es mich erst im nächsten, optimalerweise dann auch nur als Milbenfall bei der Blockbehandlung im nächsten Jahre. Die Bienen danken das in Form properer Volksstärken.

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

  • Kai
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    • October 17, 2023 at 12:24 PM
    • #11

    Hallo,

    im Nachgang auch hier mein Kurzvideo zur Blockbehandlung: https://www.youtube.com/watch?v=cU0EslK1ijo

    4396-oxalsaeure-blockbehandlung-bienenschonend-kl-jpg

    Ich hatte ja jeden dritten Tag behandelt, ganz massiv, das ganze 10 Mal, um auf den vollen Brutzyklus zu kommen. Wie hoch der Wirkungsgrad dabei war, weiß ich nicht. Dass die Varroa aber massiv dezimiert wird, dürfte auf der Hand liegen. Die so behandelten Völker wurden aber deutlich geschwächt.

    Ob ich das so nochmal machen würde? Ich weiß es nicht. Vielleicht im Notfall, im Falle einer extremen Milbenbelastung.

    LG

    Kai

  • Freizeitimker
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    • October 17, 2023 at 1:06 PM
    • #12

    Kai, vor Jahren warst Du noch Feuer und Flamme in bezug auf die Blockbedampfung. Deine Schilderung der Volksstärkereduktion deckt sich nicht mit meiner Erfahrung. Seit mehreren Jahren bedampfe ich, daß es nur so eine Freude ist, lieber zweimal zuviel als nur einmal zuwenig. Meine Bienenvölker sind proper, ich bin mit denen sehr zufrieden. Was bin ich froh, von diesem Teufelszeug der Ameisensäure abgekommen zu sein.

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

  • Kai
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    • October 17, 2023 at 6:40 PM
    • #13
    Quote from Freizeitimker

    Kai, vor Jahren warst Du noch Feuer und Flamme in bezug auf die Blockbedampfung. Deine Schilderung der Volksstärkereduktion deckt sich nicht mit meiner Erfahrung. Seit mehreren Jahren bedampfe ich, daß es nur so eine Freude ist, lieber zweimal zuviel als nur einmal zuwenig. Meine Bienenvölker sind proper, ich bin mit denen sehr zufrieden. Was bin ich froh, von diesem Teufelszeug der Ameisensäure abgekommen zu sein.

    Hallo,

    joa, auch heute würde ich es nicht verdammen und sogar selber anwenden, wenn es nötig wäre, um Völker zu retten. Nur würde ich es nicht mehr zur Nachahmung empfehlen, weil dann kann ich wirklich eines auf die Nuss bekommen. ;)

    Nein im ernst: vielleicht hatte ich auch etwas Pech mit den äußeren Umständen: z.B. zuviel offenes Futter in den Waben, zu hohe Einzeldosierungen, und was es da sonst noch gibt. Vieles ist möglich.

    Auch hier gilt wieder mein Satz: nicht glauben (auch mir nicht), sondern selber testen. :) Ist doch prima, wenn es überwiegend funktioniert.

    LG

    Kai

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