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  4. Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.

Gründung eines Bundesverbandes Dunkle Biene Deutschland e. V. beschlossen

  • Kai
  • 30. Dezember 2019 um 12:22
  • Franz63
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    • 21. Februar 2021 um 11:27
    • #81
    Zitat von Bienetou

    Hallo bienengral ,

    Ich stimme Dir zu. Der Bundesverband Dunkle Biene scheint, sehr gewissenhaft dabei zu sein, die Königinnenzucht voranzutreiben. Wenn, wie Du geschrieben hast, eine Belegstelle für die Dunkle Biene in praktisch jedem Bundesland errichtet wird, ist ihre Erhaltung gesichert. Da würden wir sagen können, dass sie endlich wieder in Deutschland heimisch wurde.

    Grüße

    Andreas

    Wenn ich das so lese muss ich aber trotzdem etwas anmerken:

    Habe mir die Homepage angesehen und muss sagen, dass dort öfters, wenigstens ein kleiner Beitrag geschrieben gehört.

    Mal ein kurzer Bereiht der Königinnenzüchter über die erste Zucht und wie die Begattung war. Fotos von Königinnen mit BGK etc.

    Dies deshalb, da ich auf der Seite von 2020 nur ein paar Berichte (Königinnen) gefunden habe.

    Es können ja auch Absagen von Infoabenden, Veranstaltungen oder ähnlichem gepostet werden - dadurch erhöhen sich die Zugriffszahlen.

    Jeder, der dann nach der Dunklen Biene sucht, kommt sofort bei den Aufrufen auf diese Seite.

    Soll keine Kritik sein, sondern die Seite beim Suchen nach oben bringen und in den ersten Aufrufen zu finden.

    Schönen Sonntag wünsch ich Euch

    Mitglied im Bundesverband Dunkle Biene e.V.

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  • Didi
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    • 21. Februar 2021 um 11:38
    • #82

    Ja, man muss präsent sein, sich bekannt machen und mit den Pfunden wuchern! Dazu gehört in heutiger Zeit nicht nur eine gute Homepage sondern auch eine FB Seite. Ich weiss das das viel Arbeit macht aber wie heisst das so schön:"Vor den Erfolg hat der liebe Gott den Schweiss gesetzt,"

    LG

    Dieter

  • Franz63
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    • 21. Februar 2021 um 11:44
    • #83

    Das hast du super Ausgedrückt Didi - besser kann man es nicht formulieren.


    Und ich will den Vorstand diesbezüglich nicht angreifen oder sonstiges - aber auch kleine Einträge, wenn auch nicht viel Inhalt, erhöht die Zugriffszahlen.

    Soweit ich mich erinnere, war der größte Eintrag über die Bestellung von Königinnen und dann habe ich keine neueren Einträge gefunden!!

    Ein bißchen was geht doch immer - hoffe in diesem Jahr einige Einträge lesen zu können, wenn ich dann auch noch dazu Mitglied sein werde ;);););):thumbup:

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  • Honeybee75
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    • 21. Februar 2021 um 12:36
    • #84

    Hallo

    Homepage ist das eine, FB braucht man nicht ... (Sorry aber das ist nur ne Datenkrake / Werbemaschiene für mich)

    Das meiste geht derzeit immernoch über den direkten Kontakt oder über das Vereins interne "Chapster-Portal" . Ich denke mal das es dieses Jahr mit dem zusammenwachsen, der neuen Struktur auch in Bezug Öffentlichkeitsarbeit besser wird und sich mehr Leute beteiligen. Ich bin schon gespannt auf die nächste Versammlung und den Jahresfahrplan....

  • Bienetou
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    • 21. Februar 2021 um 12:44
    • #85
    Zitat von Franz63

    Das hast du super Ausgedrückt Didi - besser kann man es nicht formulieren.


    Und ich will den Vorstand diesbezüglich nicht angreifen oder sonstiges - aber auch kleine Einträge, wenn auch nicht viel Inhalt, erhöht die Zugriffszahlen.

    Soweit ich mich erinnere, war der größte Eintrag über die Bestellung von Königinnen und dann habe ich keine neueren Einträge gefunden!!

    Da bin ich voll bei Didi und Franz63 . Ich denke auch, dass der Bundesverband mehr Präsenz zeigen und Beiträge in verschiedenen Kanälen veröffentlichen sollte, um seine Initiative bekannter zu machen und mehr Imker zur Haltung und Erhaltung der Dunklen Biene zu motivieren. Dazu ist ja ein Bundesverband da. Der Eindruck ist, dass er sich momentan mehr um den Königinnenverkauf dreht als um die Aufklärung und Werbung für die Dunkle Biene.

    Hoffentlich wird Franz63 für ein Umdenken plädieren, wenn er dort Mitglied wird. ;)

    To bee or not to bee...

  • bienengral
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    • 21. Februar 2021 um 13:13
    • #86

    Ja Leute mehr öffentlichkeitswirksam arbeiten. Ist im Prinzip Richtig. Aber erstes kostet das Zeit und zweitens mit mehr Aufmerksamkeit steigt auch der Bedarf an Königinnen die dann nicht gedeckt werden können. Was bei potentiellen Interessenten zu Frust bis Ärger führt.

    Von daher langsam wachsen.

    Grüße Thomas

  • Franz63
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    • 21. Februar 2021 um 13:24
    • #87
    Zitat von bienengral

    Ja Leute mehr öffentlichkeitswirksam arbeiten. Ist im Prinzip Richtig. Aber erstes kostet das Zeit und zweitens mit mehr Aufmerksamkeit steigt auch der Bedarf an Königinnen die dann nicht gedeckt werden können. Was bei potentiellen Interessenten zu Frust bis Ärger führt.

    Von daher langsam wachsen.

    Grüße Thomas

    Da muss ich dir widersprechen wie folgt:

    Der Bundesverband Dunkle Biene wurde 2019 gegründet und entstand aus dem Verein Dunkle Biene Sachsen, soweit ich dies aus dem ersten Bericht in diesem Block gelesen habe.

    Wenn ich dann in verschiedenen Beiträgen lese, wieviele Dunkle Zuchtköniginnen, Reinzuchtköniginnen usw aus Schweden, Norwegen und Finnland importiert wurden und mit diesen Weitergezüchtet wurde frage ich mich: "Wo sind alle diese Königinnen hingekommen"

    Wollte jeder nur eine für sich haben und nicht daran denken, damit zu züchten?? Keine Unterstützung an jene, die gewillt sind/wollen züchten??

    Abgabe guter Königinnen und Unterstützung jener Imker, die Königinnenzucht machen wollen. Sich aber allein zuerst nicht trauen.

    Dies wäre ein Weg um an einen Vielzahl an Königinnen zu gelangen und den Markt/Nachfrage sättigen zu können.

    Wenn jedoch nur ein kleiner Kreis die Königinnen besitzt, kann die Nachfrage natürlich nicht gedeckt werden.

    Königinnenzucht ist Zeitgebunden, aber wieso sollen/dürfen nicht andere auch Spitzenköniginnen für die Zucht haben und unterstützt werden - diese Frage ist für mich ungeklärt.

    Sicher, ich komme nicht aus Deutschland und kann leicht reden, aber vermutlich wird es einige geben, die auch so denken wie ich.

    lg Franz63

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  • Didi
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    • 21. Februar 2021 um 13:42
    • #88

    Mein Beitrag war nicht als Kritik gedacht, ich weiss wie zeitintensiv Öffentlichkeitsarbeit ist und die damit verbundene manpower. Aber wenn man auf eine Seite geht und da passiert lange nichts, erlischt das Interesse.

    LG

    DIDI

  • Franz63
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    • 21. Februar 2021 um 13:51
    • #89

    :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup: Dem ist nichts anzufügen

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  • bienengral
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    • 21. Februar 2021 um 14:08
    • #90
    Zitat von Franz63

    Wenn ich dann in verschiedenen Beiträgen lese, wieviele Dunkle Zuchtköniginnen, Reinzuchtköniginnen usw aus Schweden, Norwegen und Finnland importiert wurden und mit diesen Weitergezüchtet wurde frage ich mich: "Wo sind alle diese Königinnen hingekommen"

    Wollte jeder nur eine für sich haben und nicht daran denken, damit zu züchten?? Keine Unterstützung an jene, die gewillt sind/wollen züchten??

    Abgabe guter Königinnen und Unterstützung jener Imker, die Königinnenzucht machen wollen. Sich aber allein zuerst nicht trauen.

    Dies wäre ein Weg um an einen Vielzahl an Königinnen zu gelangen und den Markt/Nachfrage sättigen zu können.

    Die Frage ist relativ leicht zu Beantworten. Zum einen wurden alte Königinnen ersetzt zum anderen wurde nicht jede Königin erfolgreich eingeweiselt und zum dritte hat nicht jede Königin den Winter überlebt.

    Für die Zucht von Reinzuchtköniginnen muss entweder künstlich besamt werden (was auch entsprechendes Drohnenmaterial vorraussetzt) oder auf einer Belegestelle. Derzeit gibt es nur eine privat geführte Belegestelle für die Dunkle mit max. zwei Terminen zur Anlieferung und auch begrenzte Anzahl an Begatungseinheiten. Fakt hier wird derzeit nur für die wachsende Zahl an Züchtern in den beiden Verbänden (ja es gibt zwei, Zuchtverband Dunkle Biene Deutschland e.V. und den zweiten Bundesverband Dunkle Biene ) Reinzuchtköniginnen gezüchtet da mehr nicht geht.

    Es werden Standbegattete F1 angeboten. Die Imker die Königinnenzucht mit der Dunklen machen wollen müssen derzeit in einen der Verbände Mitglied werden. Oder es selbst in Schweden, Norwegen etc. versuchen.

    Es wäre eben kein Weg alle Reinzuchtköniginnen an alle Imker zu verteilen welche mal eine Dunkle Biene testen wollen. Die Vorgabe das diese Züchten wollen würden alle mit ja beantworten und nur max. 10 % davon würde auch Züchten.

    Weiterhin braucht es für Zucht auch eine gewisse auslese d.h. von welcher Königin wird nachgezogen. NIcht jede Königin eignet sich dafür. Bei der Dunklen Biene gibt es Anfälligkeit für Kalkbrut. Diese Königinnen werden beim Zuchtverband Dunkle Biene Deutschland e.V. von der Zucht ausgeschlossen.

    Grüße Thomas

  • Gast-2022-01-25
    Gast
    • 21. Februar 2021 um 14:22
    • #91

    Didi ich bin da absolut bei dir und sehe das auch als Wink in die richtige Richtung.

    Nur habe auch ich mir abgewöhnt nur 5 Baustellen gleichzeitig zu haben. Sonst wird nie was fertiig. Ferner braucht man auch Leute die gewillt sind und über das Wissen verfügen, so etwas zu machen. Meine Intenetseite sollte schon vor drei Jahren stehen.

    Auch wenn ich auch schon selber Kritik geübt habe, ist da was ansehliches entstanden.

    Jetzt liegt es auch an den Teilnehmern das Vorhaben zu unterstützen.

  • Schnuckenbock
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    • 21. Februar 2021 um 15:23
    • #92

    Moin,

    also erstmal vorweg: 40,- Euro für eine Königin der Dunklen Biene find' ich nun nicht übertrieben. Ich habe eben mal kurz bei einem Buckfast-Züchter auf die Internetseite geschaut und festgestellt, daß der eine Buckfast F1 standbegattet auch für 40,- anbietet. Damit wäre der zur Zeit "exquisite Exot" Dunkle Königin sogar gleich auf.

    Ich denke, daß die Dunkle Bienen in näherer Zukunft eher eine Ergänzung zur Carnica und Buckfast darstellen wird.

    Die Carnica wird so schnell nicht verschwinden, dafür gibt es zuviele Imker, die damit sehr zufrieden sind.

    Soweit mir bekannt, imkern in der Lüneburger Heide die Voll- und Nebenerwerbsimker teilweise sowohl mit Buckfast wie auch Carnica. Ich erkläre mir das so, daß man so ein breiteres Spektrum an Leistungsfähigkeit sicherstellt, um Totalausfälle möglichst zu vermeiden. Je nach Wetter und Tracht spielt mal die eine, mal die andere Rasse ihre Vorteile aus.

    Besonders für die Hobby- und Nebenerwerbsimker, die nicht auf den letzten Tropfen Honig achten müssen, kann die Dunkle Biene eine interessante Rasse sein.

    In meinem imkernden Bekanntenkreis höre ich mehr Interesse als Desinteresse, wenn ich das Thema Dunkle Bienen anspreche.

    Ein großer Vorteil der Dunklen in der vom Wetter her ruppigen Lüneburger Heide kann die Eigenschaft sein, daß die Dunklen verhaltener in die Saison gehen. Beim aktuellen Wetter hieße das, daß die Dunkle dem Ende des Winters noch nicht recht traut und vorsichtig los legt, während die Carnica gerade Vollgas gibt bei den Temperaturen heute.

    Ein weiterer Vorteil wäre die Neigung zur Spättracht, also ideal, wenn man in die Heide gehen will.

    Vielleicht muß man sich bei der Dunklen Biene auch bzgl seiner Betriebsweise anpassen, aber das muß ja kein Nachteil sein.

    Ich für meinen Teil werde das Thema "Dunkle Biene" weiterhin aktiv im Auge behalten, weil ich die Dunkle Biene ideal für die Hobbyimkerei in der Lüneburger Heide halte.

    Und ich denke, daß man bei guter Zucht auch eine top für unser Klima angepasste Biene herauszüchten kann.

    Also, viel Erfolg für die "Kämpfer" an der Front wie Peter, Jan, Kai und die weniger bekannten, die im Hintergrund ihren Beitrag leisten. Den Gedanken z.B. auch TV-Beiträge anzustreben find' ich sehr gut. Andere bringen sich auch in die Medien.

    Gruß vom Schnuckenbock aus der Südheide.

    P.S. Ich denke, das Bieneninstitut Celle sollte sich dem Thema Dunkle Biene auch mal annehmen, und diesbezüglich Forschung intensivieren. Da sind doch tolle Themen im Rahmen der Meisterprüfung oder auch beim Studium als Bachelor-, Master oder Doktor-Arbeit vorstellbar.

  • Freizeitimker
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    • 21. Februar 2021 um 18:43
    • #93
    Zitat von Rolf

    Wichtig ist zuerst - selber die "Dunkle" zu halten.

    Dann kann man versuchen die Imker-Nachbarschaft zu begeistern.

    Das wird schwierig.

    Reflexhaft wird die Frage kommen, was das bringt, was die für Vorteile hat u.ä.

    Letztlich ist es eine mentale, eine Gewissensfrage. Und deshalb ist die Dunkle Biene eher etwas für Enthusiasten. Erwerbsimker wird man mit ihr sicher nicht überzeugt bekommen. Und das Gros der Hobbyimker eher auch nicht, wenn die Anschaffungskosten höher sind und man wegen der ständigen Bastardierung immer und immer wieder Reinzucht nachkaufen muß.

    Schade eigentlich.

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

  • Kai
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    • 21. Februar 2021 um 18:57
    • #94
    Zitat von Schnuckenbock

    ....In meinem imkernden Bekanntenkreis höre ich mehr Interesse als Desinteresse, wenn ich das Thema Dunkle Bienen anspreche.....

    Hallo, und naja, das muss man relativ sehen.

    Beim Thema "Dunkle Biene" spielen relativ schnell Dinge wie Bienen retten, Wildtier wieder ansiedeln und leider auch der Schiffer Tree eine große Rolle. In dieser Konstellation ist das Interesse an der Dunklen Biene, besonders bei Nichtimkern, sehr groß.

    Falls es Interessenten gelingt, an eine Dunkle Königin zu kommen, flaut das Interesse und meist auch die Bienenhaltung ganz schnell wieder ab. Warum wohl? Diesen Leuten war vorher gar nicht bewusst, dass es für die allermeisten praktisch unmöglich ist, die Dunkle Biene am eigenen Stand zu erhalten. Schon in der ersten Nachzucht ist die Dunkle als solche nicht mehr zu erkennen.

    Im Vergleich zu den Zuchtbestrebungen Carnica und Buckfast, aus denen allein in Deutschland jährlich wohl 1 Million Zuchtköniginnen hervorgehen, fehlt der Dunklen Biene einfach Manpower.

    Wir sollten sie sehen wie sie ist: eine bedrohte Unterart, eine ehemals heimische Wildhonigbiene. Mit Sicherheit ist sie kein Hochzuchttier und allein schon deshalb allen anderen Rassen in Deutschland unterlegen. In jeder züchterischen Beziehung.

    LG

    Kai

  • Franz63
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    • 21. Februar 2021 um 20:17
    • #95

    Ich wollte mit meiner Meinung keine Glaubenskrieg hinsichtlich der Dunklen Biene auslösen sondern mein Gedankengang war anders.

    Nicht die Königinnen an einem Imker weiterzugeben und dann in der Nachzucht schon einen Einschlag von anderen Rassen zu haben.

    Innerhalb eines Bereiches interessierte Imker an die Hand zu nehmen, die gewillt sind mit der Dunklen Biene zu arbeiten. F1 Königinnen diesen übergeben und dadurch den Radius für eine Standbegattung bereits erhöhen und die Fremdverpaarung reduzieren.

    Wenn dies in einigen Tälern oder innerhalb von großen Waldgebieten der Fall ist, kann man doch schon von einer "Belegstelle" sprechen und dadurch auch einiges erreichen.

    Glaube nicht, dass ich mit dieser Einstellung falsch liege und je mehr solcher Hobbyimker daran mitmachen, umso besser ist es doch.

    Das dies in Gebieten mit Erwerbsimkern nicht möglich ist, leuchtet auch mir ein.

    Mitglied im Bundesverband Dunkle Biene e.V.

    Mitglied im Landesverband Dunkle Biene Bayern

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  • Gast-2022-01-25
    Gast
    • 21. Februar 2021 um 20:32
    • #96

    Danke Kai,

    Ich hätte mich nicht getraut das zu schreiben.

    Ferner eine Begründung, warum ich auch erstmal in den Testmodus gehe.

    Meine Erfahrung ist es auch, dass man zwar mit anderen Bienenrassen sehr gut imkern kann, aber mangels Nachschub irgendwann in einer Sackgasse landet.

    Ohne künstliche Besamung ist das Thema schnell durch oder wird unbezahlbar.

    Daher muss zwingend eine Belegstelle her und/oder ein Versorgung vom Edelzüchter.

    Es gibt genügend Enthusiasten die aus den unterschiedlichsten Gründen eine neue Bienenrasse befürworten, auch wenn es nicht eine Mehrheit ist.

    Da muss die Rasse auch nicht 100

    Kann man diese nicht einbinden oder abholen, sind sie dauerhaft verloren.

    Die dunkle Biene hat einen riesen Vorteil, dass sie die heimische Rasse ist.

    Und nein Franz63 . Das funktioniert nur in extrem Fällen, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Drohen können extrem weit fliegen und verseuchen so den Genpool.

    Da hilft nur künstliche Besamung und Belegstellen an besonders ausgesuchten Standorten.

  • Kai
    Administrator
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    • 23. Februar 2021 um 14:21
    • #97
    Zitat von Jan Gutzeit

    Hallo Andreas,

    vielen Dank für Deine Fragen. Du bist nicht der Einzige, der diese so oder ähnlich an mich herangetragen hat. Ich möchte gern versuchen diese zu beantworten.

    Deine Frage lautet: “Was ist Euer Konzept, neben der reinen Zucht und des Verkaufs von Königinnen an Idealisten wie uns, um die Dunkle Biene in Deutschland wieder zu etablieren?“. Ich bin nicht sicher, aber ich glaube hier liegt ein prinzipielles Missverständnis vor. Ich bzw. der Verband hat nicht vor, die systematische Ausrottung der Dunklen Biene nun einfach in der anderen Richtung noch einmal rückwärts durchzuführen. Ich verabscheue die damalige Vorgehensweise des Imkerbundes zutiefst und kann sie mit dem Wissen zum Thema Biodiversität von heute nicht vereinbaren. Es ist auf keinen Fall unser Ziel, die Dunkle mit Druck oder Zwang in Deutschland zur einzigen Biene zu machen, wie es die Carnica-Imker seiner Zeit taten. Wie ich in meinem letzten Post geschrieben habe: „Das oberste Anliegen ist es, die Unterart Apis mellifera mellifera vor dem Aussterben (oder besser der Ausrottung) zu bewahren!“ Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgen wir die im letzten Post beschriebenen Zwischenschritte. Wir haben zuerst begonnen die Dunkle Bienen unter den Imkern bekannter zu machen. Viele Imker wußten gar nicht, dass die Carnica hier nicht heimisch ist und es die Dunkle Biene gibt. Nachdem diese Arbeit erste Früchte trug und die Nachfrage nach Dunklen Königinnen stieg wurde klar, dass wir nun das nächste Ziel angehen mussten, nämlich genug Königinnen zu erzeugen. Das begann mit nur wenigen Züchtern und mit Sammelbestellungen in Schweden. Leider konnten wir die Nachfrage so nicht decken und mussten weitere Züchter für die Mellifera gewinnen. Dies gelingt über Schulungen, das Angebot von Zuchtmüttern und einem fairen Preis für die Mühe. Die Zucht von Dunklen Bienen, ist nicht gleichzusetzen mit der von Carnica oder Buckfast-Königinnen. Die Dunklen haben ihren eigenen Kopf und selbst erfahrene Züchter wundern sich oft nicht schlecht, was da alles schief gehen kann. Zudem ist die Beschaffung von Zuchtmaterial nicht einfach, da nicht alles, was als „Dunkle Biene“ verkauft wird, tatsächlich Dunkle Biene ist. Nur wenn es für die Imker, die sich die Zucht zutrauen wenigstens etwas lohnenswert erscheint, werden sie sich um die Dunkle bemühen. Zudem gab es die Preise bereits vor der Gründung des Verbandes bereits bei unseren Züchtern. Angebot und Nachfrage bestimmen zudem den Preis, wie es Kieler_imker schon schreibt. In den letzten Jahren war die Nachfrage weit höher, als das Angebot. Der Preis hätte ohne Weiteres noch deutlich höher sein können. Nur die Züchter können das Überleben der Dunklen Biene retten. Eine Reinzucht ist in der breiten Imkerschaft nicht realisierbar. Es wird die Situation, wie sie in den letzten 80 Jahren in Deutschland geherrscht hat, nicht mehr geben. Längst führen die Imker wieder Bienenunterarten aus aller Herren Länder ein und lassen deren Drohnen fliegen. Da haben wir Ligustica, Anatolica, Saharensis und noch so viele mehr. Nur die kontrollierte Zucht auf Belegstellen bzw. Durch instrumentelle Besamung kann die Art rein erhalten. Der Verkauf von standbegatteten F1 Königinnen dient in verschiedener Weise der Dunklen Biene. So werden von diesen Völkern reine Dunkle Drohnen erzeugt und verbreiten damit einheimische Genetik, die F1 Völker haben sehr gute Sammeleigenschaften und geben den Imkern, die darüber die Dunklen Völker kennen lernen wollen, ein gutes wirtschaftliches Ergebnis bei dem Verhalten eines Dunklen Volkes, die Drohnen können als Vatervölker für Belegstellen aber auch die eigene Standbegattung genutzt werden und nicht zuletzt, sind diese Königinnen deutlich günstiger als rein begattete und stehen damit einer breiten Imkerschaft zum Kennenlernen zur Verfügung. Die Zucht und damit die Bereitstellung von Dunklen Königinnen und Völkern ist derzeit die wichtigste Aufgabe für die Erhaltung der Dunklen Biene. Neben diesen Hauptzielen verfolgen wir natürlich auch weitere Ziele, wie die unter Schutz Stellung der Mellifera, das erfassen wissenschaftlicher Daten der Mellifera, Schaffung von Schutzgebieten für die Mellifera, Unterstützung von Schulung- und Lehrprojekten, die Zusammenarbeit mir anderen Vereinen und Verbänden national und international, Erstellung einer Zuchtdatenbank oder die Erschließung weiterer reiner Restvorkommen der Mellifera.

    Ich gehe davon aus, dass wir in wenigen Jahren in Deutschland noch zwei weit verbreitete Rassen/Unterarten vorfinden werden. Das ist einmal die auf Ertrag und imkerliche Interessen gezüchtete Buckfast und die robuste, naturnahe Mellifera. Für die Haltung der Carnica sehe ich keine sinnvollen Gründe mehr, ihre Hochzeit ist vorüber - zumindest in Deutschland. Die Imkerei hat sich in den letzten Jahren stark verändert, viele Imker halten Bienen aus Gründen des Artenschutzes, für die Bestäubung in ihren Gärten oder um einer Sinn stiftenden Beschäftigung nachzugehen. Maximale Erträge stehen dann nicht mehr an erster Stelle, eine einheimische wenig züchterisch bearbeitete Biene jedoch hoch im Kurs. Es wird also zwei Richtungen in der Imkerei geben, eine auf maximale Erträge orientierte Erwerbsimkerei mit der Buckfastbiene und eine naturnahe Liebhaberimkerei mit der Dunklen Biene. Natürlich kann man auch mit der Dunklen eine Erwerbsimkerei betreiben. Um dies profitabel tun zu können, wird man neben Honig auch Propolis, Pollen, Wachs und Königinnen anbieten müssen. Dann ist auch hier ein entsprechender Ertrag möglich. Königinnen zu Schleuderpreisen auf den Markt zu werfen, ist auf keinen Fall zielführend, das würde nicht nur der Aufwand der Züchter nicht angemessen gerecht werden, sondern auch der den Königinnen beigemessene Wert würde darunter leiden - es handelt sich immerhin um Lebewesen, die da verhökert werden.

    Die Erhaltungszucht der Dunklen Biene ist eine Aufgabe, die auf viele züchterische Schultern verteilt, gelingen wird. Dazu ist eine große interessierte Gemeinde an Imkern nötig, die sich für die Haltung der Dunklen Biene entscheiden und Königinnen von Züchtern kaufen.

    Es gibt ein klares Konzept für unsere Arbeit, welches wir konsequent und mit Erfolg verfolgen. Wenn man sich die Situation um die Dunkle Biene vor 5 oder gar vor 10 Jahren einmal ansieht, kann man dies deutlich erkennen.

    Ich hoffe ich konnte Dir unsere Zielstellung etwas besser erläutern. Wenn Du noch Fragen dazu hast, lass es mich gern wissen.

    Alles anzeigen

    Ein sehr schöner, treffender Bericht. :)

    Zusätzlich lesenswert: "Die Ziele des Verbandes" (Anm.: des Bundesverbandes Dunkle Biene e.V.)

    LG

    Kai

  • Franz63
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    • 23. Februar 2021 um 22:01
    • #98

    Mir gefällt der Gedankengang des Verbandes und will es auch nicht schlecht machen. Nachdem nun in mehreren Bundesländern eigene Verbände gegründet wurden wäre es doch möglich, dass diese mit entsprechenden Material an Spitzenköniginnen zu versorgen (Prüfung durch Johannes oder Jan).

    Da es ja in Bayern bereits eine Belegstelle im Karvendel gibt, könnte ja von dort wieder Reinzuchtköniginnen für ein anderes Bundesland ausgeliefert werden. Dieses müsste eine Belegstelle haben um ein Jahr später zusätzlich wieder Reinzuchtköniginnen an ein weiteres Bundesland für den Aufbau einer Belegstelle zu unterstützen - sprich Drohenvölker.

    Dass dies nicht von heute auf morgen geht ist ja klar. Aber aus 2 Belegstellen könnten dann 3 oder 4 werden und somit könnte die Anzahl an Königinnen doch verdoppelt werden.

    Ich glaube, dass es mehr Imkerkollegen gibt, die auch die Zucht machen würden, wenn sie entsprechend unterstützt und Königinnen dazu erhalten könnten. Klar, wer fährt wegen 10 oder 20 Königinnn durch Deutschland außer es gibt einen Sammeltransport.

    In diesem Sinne hoffe ich, dass bald eine weitere Belegstelle gefunden wird, damit Königinnen der Dunkle Biene weiter verbreitet werden kann.

    Mitglied im Bundesverband Dunkle Biene e.V.

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  • Jan Gutzeit
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    • 23. Februar 2021 um 22:58
    • #99

    Franz63 die Belegstelle im Karwendel wird vom Zuchtverband betreut und ist in ihrer Kapazität begrenzt. Zudem ist ihre Zukunft ungewiss.

    Es wird jedoch bald die erste offiziell anerkannte Belegstelle für die Dunkle Biene in Deutschland geben, die dann von einer Landesgruppe des Bundesverbandes betrieben wird. Hier wird auch die Kapazität besser sein. Jedoch braucht eine Belegstelle eine ganze Zeit um gut zu laufen. Wir werden sehen, wie sie sich entwickelt. Auch in Bayern ist die Landesgruppe des Bundesverbandes dabei eine Belegstelle zu etablieren. Die Entwicklung geht ständig weiter. Reinzuchtköniginnen stehen für alle Züchter des Bundesverbandes ausreichend zur Verfügung. Auch F1 Königinnen für Drohnenvölker sind immer ausreichend im Angebot. Die Situation wird sich in den nächsten Jahren weiter entspannen. Viele Projekte werden aber erst veröffentlicht, wenn sie erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Das wirkt auf den einen oder anderen als würde hier nichts passieren, aber hinter den Kullissen ist einiges am Wachsen. ;)
    Vielen Dank für Deien Anregungen. Es ist für uns nicht immer leicht zu erkennen, was genau das Interesse der einzelenen Mitglieder und Sympatisanten ist. Solchen Wortmeldungen sind da sehr hilfreich!

    Beste Grüße

    Jan


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    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.

    Einmal editiert, zuletzt von Jan Gutzeit (1. März 2021 um 11:31)

  • Franz63
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    • 24. Februar 2021 um 00:03
    • #100

    Hallo Jan!

    Danke für deine Rückmeldung auf die ich schon gewartet habe. Freut mich, dass ich eine kleinen Anstoß geben konnte und dadurch vom Vorstand eine Mitteilung bekommen habe.

    Ich will eure Arbeit nicht negativ bewerten, aber wie schon angeführt, würde ab und an ein kleiner Kommentar für die Mitglieder sehr hilfreich sein.

    Dadurch wird das Vertrauen in den Vorstand gestärkt und sie wissen, dass ihr eure Arbeit für sie leistet.:thumbup:

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